Es war vor allem diese Ungewissheit, die Mutter und Vater von innen fast schon zerfressen hatte. Wurde er entführt oder getötet? Wo versteckt er sich, muss er leiden? Auf diese Fragen gibt es jetzt eine Antwort, wenn auch eine entsetzliche: Franz K. ist tot, gefunden wurde seine Leiche in Rohrbach.
"Wir müssen die Selbstmord- Theorie glauben", erklärt Vater Franz senior. Auch wenn es die Familie nicht fassen kann. Der Vater weiter: "Er wurde in unwegsamem Gelände entdeckt, 500 Meter im dichtesten Wald." Zuerst nahmen Hunde die Geruchsspur eines seiner Schuhe auf, dann fanden sie auf einer dicht verwachsenen Böschung gleich neben den Bahngleisen die Leiche.
"Aufgrund der aufgefundenen Brieftasche muss aber mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich um den vermissten Franz K. handelt", so ein Ermittler. Hundertprozentige Klarheit werde ein DNA- Vergleich bringen. Eine Obduktion soll die Todesursache klären. Hinweise auf Fremdverschulden lägen nicht vor, heißt es seitens der Polizei.
Der 18- Jährige war nach einem Zeltfest auf dem Industriegelände in Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten am 27. Mai spurlos verschwunden. Zahlreiche - auch privat organisierte - Suchaktionen nach dem jungen Mann waren bis Donnerstagnachmittag ergebnislos verlaufen.