Der brutale Mord an Maria E. in ihrer Wohnung in der Blumauergasse in Wien-Leopoldstadt hatte im November 2011 für Schlagzeilen gesorgt. Der im selben Haus wohnende Sohn, ein HTL-Lehrer, hatte die Leiche seiner Mutter gefunden. Vor ihrem Tod wurde die 85-Jährige noch durch Schläge mit ihren eigenen Krücken und unzählige Messerstiche misshandelt. Offenbar hatte der Raubmörder etwas gesucht - und zwar einen echten Geldschatz.
700.000 Euro zu Hause gehortet
Da die reiche Witwe den Banken nicht vertraute, hatte sie 700.000 Euro zu Hause aufbewahrt. Trotz der Folterqualen verriet das Opfer das Versteck aber nicht. Das Bargeld wurde später von Kriminalisten gefunden, es lag unter der Wäsche in einem Bettkasten. Der Mörder musste sich mit dem Handy, dem Schnurlostelefon und der Handtasche des Opfers als Beute zufriedengeben.
Da Maria E. Besuchern gegenüber sehr vorsichtig war und vor dem Öffnen immer durch den Türspion blickte, vermuteten die Ermittler des Landeskriminalamtes von Anfang an, dass sie ihren Killer kannte.
DNA-Treffer nach eineinhalb Jahren
Jetzt, fast eineinhalb Jahre später, führte die akribische Arbeit der Ermittler am Tatort zu einem DNA-Treffer in der Datenbank. Bei der verhafteten Verdächtigen handelt es sich um die frühere Putzfrau der reichen Witwe. Die 40-Jährige dürfte während ihrer Tätigkeit im Haushalt mitbekommen haben, dass Maria E. Geldinstituten gegenüber misstrauisch war und große Summen Bargeld abgehoben hatte. Nach ihrem Rauswurf war in der gebürtigen Wienerin offenbar der teuflische Mordplan gereift.
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