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Doch Außendienst für Polizei-Postler: als Schülerlotsen

13.02.2010, 16:25
Doch Außendienst für Polizei-Postler: als Schülerlotsen (Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)
Foto: APA/HARALD SCHNEIDER
"Stillgelegte" Beamte von Post und Telekom, die nach Plänen des Innenministeriums und der teilprivatisierten Staatsunternehmen in den Polizeidienst wechseln sollen, können dort zukünftig doch Tätigkeiten an der frischen Luft verrichten. Laut einem "profil"- Bericht genehmigt das Innenministerium den Außendienst als Schülerlotse. Bis dato hatte es geheißen, die Polizei- Postler sollen nur Verwaltungsbeamte sein dürfen.

In einem Schreiben vom 1. Februar an die Landesverkehrsabteilung und die Stadtpolizeikommanden teilt das Landespolizeikommando Wien mit, dass das Ministerium "in Anerkennung der Ziele des Projektes 'Entlastung der Polizeiinspektionen' die Genehmigung erteilt, wonach Post- und Telekombedienstete nunmehr auch als 'Schulweglotsen' zur Durchführung der Schulwegsicherung herangezogen werden können".

Das jeweilige Stadtpolizeikommando habe "die theoretische und praktische Einschulung" durchzuführen. Die "tatsächliche Aufnahme der SchulweglotsInnen- Tätigkeit durch Postbedienstete" sei aber erst nach der Ausstellung eines Ausweises möglich.

Weit weniger Übertritte als erwartet

Seit Beginn der Aktion im Herbst 2009 sind insgesamt nur 88 Beamte, für die es bei Post bzw. Telekom keine Beschäftigung mehr gibt, zur Polizei gewechselt, um dort Büroarbeit zu verrichten. Ursprüngliche Prognosen waren von 1.000 Postlern bis Ende 2010 ausgegangen, wurden dann jedoch korrigiert, da derzeit nur 320 Verwaltungsbeamte benötigt werden. Längerfristig, bis zum Jahr 2014, sollen es aber trotzdem bis zu 1.000 Wechsel werden.

Zuletzt sorgte die Post für Aufregung, als bekannt wurde, dass wechselwilligen Beamten 10.000 Euro Prämie für den Übertritt in den Polizeidienst in Aussicht gestellt werden. Der Deal mit dem Innenministerium besagt übrigens auch, dass die Post das Gehalt der Mitarbeiter bis zum Jahr 2014 weiter bezahlt. Erst danach übernimmt die Exekutive die Entlohnung der gelben Hilfssheriffs.

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