Gegen 7.30 Uhr am Dienstagmorgen wollten die Angestellten ihren Arbeitstag in der Volksbank- Filiale in der Äußeren Mariahilferstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk beginnen. Doch als sie die Bank betraten, hielten ihnen zwei maskierte Männer Pistolen vor die Nasen, zwangen sie, sich auf den Boden zu legen, und fesselten sie mit Kabelbindern.
Die Männer, die sich im Laufe der frühen Morgenstunden durch ein Hoffenster Zutritt zu der Filiale verschafft hatten, indem sie die Gitterstäbe ganz einfach durchsägten. Auch der Filialleiter wurde gefesselt - nachdem er den Räubern rund 100.000 Euro aus dem Tresor ausgehändigt hatte. "Wenn ihr die Polizei ruft", explodiert eine Bombe", schüchterten die 1,75 Meter großen Täter die Opfer ein.
Die Angestellten, denen es gelungen ist, sich selbst zu befreien, alarmierten sofort die Polizei. Doch zu spät: Von den Tätern fehlt (noch) jede Spur. Die Ermittlungen führt die Kriminaldirektion 1 (Gruppe Fleischhacker).
Gefasst werden konnte unterdessen ein 20- jähriger Wiener, der neben einem Überfall am 4. März auf eine Bankfiliale in der Wallensteinstraße zwischen November 2004 und März 2005 insgesamt sechs weitere Raubüberfälle begangen haben soll. Der Verdächtige Daniel S., der seit Mai beim Bundesheer war, soll bei Überfällen auf Geschäfte und Postämter mehr als 24.000 Euro erbeutet haben, während seine schwangere Frau zuhause saß.
Bilder (c) Andi Schie