Einzig Anfang November gab es einen Kaltlufteinbruch, "der aber nur drei bis fünf deutlich zu kalte Tage mit sich brachte", bilanzierte ZAMG-Klimatologe Helmut Derka am Donnerstag. "Sehr häufig waren dagegen warme Hochdruck- und Südwestwetterlagen." In weiten Teilen Österreichs darf man von einem Rekordherbst 2006 sprechen, dessen Temperaturmittelwerte verbreitet 1,5 bis 2,5 Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt liegen.
Sonnenschein-Hochburg Graz
Die meisten Sonnenstunden gab es in Graz (557), die wenigsten in Bregenz (439). Normal scheint in Graz 413 Stunden die Herbstsonne, in Bregenz sind es 337 Stunden. Wien liegt mit 533 Sonnenstunden (144 Prozent von normal 371) knapp hinter der Spitze.
Nur im November wurde in kleineren Teilen des Landes mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt gemessen. Besonders im Süden und Osten, aber auch in Teilen Nordtirols sowie im Mühl- und Waldviertel fielen nur 40 bis 80 Prozent der Normalmengen, im Nordosten Niederösterreichs sogar weniger als 40 Prozent.
"Übernormal temperiert"
Der November war in Orten mit langen Messreihen nicht der wärmste seit Messbeginn, aber ebenfalls "weit übernormal temperierter". In ganz Österreich lagen die Monatsmittel der Lufttemperatur ein bis etwa drei Grad über dem Durchschnitt.
Warmluft-Grüße aus Afrika
Außergewöhnlich warm war es gegen Monatsende durch Zufuhr nordafrikanischer Warmluft und Föhn vor allem im äußersten Westen. Dadurch wurde der absolute Höchstwert erst am 25. November mit 22,7 Grad in Feldkirch gemessen.
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