Die Nummer eins ist noch immer der Noch- Monopolist Casinos Austria. Im Jahr 2009 erreichte die Gruppe, an der die Nationalbank- Tochter Münze Österreich mit 33,2 Prozent beteiligt ist, mit rund 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,2 Mrd. Euro. 7.500 und somit rund drei Viertel der Beschäftigen der Gruppe sind im Ausland tätig.
Zweitgrößter Player ist der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic. Die Novomatic- Gruppe beschäftigt 16.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro. Der Konzern ist inklusive ihrer beiden Schweizer Schwesterunternehmen in mehr als 60 Ländern aktiv. 13.000 Menschen - mehr als 80 Prozent des Personals - arbeiten im Ausland.
Nummer drei ist der börsennotierte Online- Wettanbieter bwin, der sich gerade mit der britischen PartyGaming zum weltgrößten börsenotierten Internet- Glücksspielkonzern zusammenschließt. bwin erwirtschaftete im letzten Jahr rund 450 Mio. Euro an Bruttowetterträgen. 1.570 Mitarbeiter sind für bwin in mehr als 25 Ländern tätig. Die Hälfte des Personals ist im Ausland angestellt. Rund 800 Mitarbeiter sind in Österreich beschäftigt, davon 500 IT- Spezialisten. Im Zuge der Fusion mit PartyGaming dürften jedoch zahlreiche Arbeitsplätze in Wien gestrichen werden. bwin und PartyGaming kommen gemeinsam auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von etwa 196 Mio. Euro.
Im ersten Halbjahr 2010 verzeichneten die österreichischen Glücksspielkonzerne einen Rückgang der Erträge. Die Casinos Austria International, die Auslandstochter der Casinos Austria, fuhren im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von 14,4 Mio. Euro ein - für die gesamte Gruppe liegen keine Zahlen vor. Auch für das Kernunternehmen der Novomatic Gruppe, die Novomatic AG, lief das erste Halbjahr 2010 nicht optimal. Das Ergebnis vor Steuern brach um 35 Prozent auf 93 Mio. Euro ein. Beim Online- Wettanbieter bwin reduzierte sich diese Kennzahl in den ersten sechs Monaten 2010 ebenfalls um rund 36 Prozent auf 14 Mio. Euro.