2. März 1998 - Natascha Kampusch verschwindet in ihrem Heimatbezirk Donaustadt auf dem Weg zur Schule. Gegen 7.45 Uhr verlässt sie die elterliche Wohnung am Rennbahnweg Richtung Volksschule Brioschiweg.Dort kommt sie jedoch nie an. Ihre Eltern alarmieren die Polizei, als das Mädchen am Abend nicht nach Hause kommt. Groß angelegte Suchaktionen bleiben ohne Erfolg.
3. März 1998 - Eine Schülerin erzählt der Polizei, dass sie beobachtet hat, dass Kampusch in einen weißen Bus mit Gänserndorfer Kennzeichen gezerrt worden ist. Später stellt sich heraus, dass Priklopil so ein Fahrzeug besaß.
Juli 2002 - Der Fall wird einer neuen "SOKO Kampusch", geleitet von der burgenländischen Kriminalabteilung, übergeben.
Juli 2004 - Das Bundeskriminalamt lässt auf dem Amtshilfeweg überprüfen, ob es beim Verschwinden Nataschas einen Zusammenhang mit den Taten des französischen Serienmörders Michel Fourniret gibt.
23. August 2006 - In Strasshof taucht eine Frau auf, die behauptet, Natascha Kampusch zu sein. Die Eltern der Verschwundenen identifizieren die junge Frau eindeutig als ihr Kind. Der 44- jährige Priklopil wirft sich in Wien vor einen Zug und stirbt.
24. August 2006 - Die Ermittler geben bekannt, dass es sich bei der jungen Frau tatsächlich um Natascha Kampusch handelt. Dafür sprechen eine Narbe sowie der Fund ihres Reisepasses im Verlies in Strasshof. Am Tag der Flucht sollte Kampusch das Auto Priklopils reinigen. Wegen des Lärms entfernte er sich einige Meter, um zu telefonieren. Diesen Moment nützte die junge Frau für ihre Flucht.
25. August 2006 - Ein DNA- Gutachten bestätigt endgültig, dass es sich bei der Frau um Natascha Kampusch handelt.
6. September 2006 - Natascha Kampusch spricht erstmals seit ihrem Entkommen mit den Medien. In Interviews mit der "Kronen Zeitung", "News" und dem ORF sagt sie unter anderem: "Ich dachte nur an Flucht."
7. August 2007 - Natascha Kampuschs Mutter Brigitta Sirny präsentiert ihr Buch "Verzweifelte Jahre", indem sie die Zeit der Entführung schildert.
23. Oktober 2008 - Der Fall Kampusch wird neu aufgerollt. Ermittler sollen sich noch einmal mit dem Fall auseinandersetzten.
8. Jänner 2010 - Der Akt wird wieder geschlossen: Polizei und Staatsanwaltschaft sind überzeugt, dass Priklopil keine Komplizen bzw. Mitwisser hatte. Der Freund des Entführers Ernst H. wird allerdings wegen Begünstigung angeklagt. Er habe unmittelbar nach Kampuschs Flucht von der Entführung erfahren und Priklopil bei der Flucht geholfen, behauptet die Staatsanwaltschaft.
27. Mai 2010 - Es wird bekannt, dass der deutsche Produzent Bernd Eichinger die Geschichte von Natascha Kampusch verfilmen wird. Der Streifen wird für Constantin Film produziert. Die Dreharbeiten sollen 2011 stattfinden, 2012 soll der Film in die Kinos kommen.
22. Juni 2010 - Das Erscheinungsdatum für Natascha Kampuschs Autobiografie "3096 Tage" wird öffentlich. Das Werk erscheint am 8. September im deutschen List- Verlag. Einen Tag später wird Kampusch im Rahmen einer offiziellen Buchpräsentation in der Thalia- Filiale Wien- Landstraße aus ihrem Werk lesen.
14. Juli 2010 - Der Prozess gegen den Freund von Wolfgang Priklopil, Ernst H., wird am 30. August stattfinden. H. ist wegen Begünstigung angeklagt.
30. August 2010 - Priklopil- Freund Ernst H. wird vor dem Wiener Straflandesgericht - vorerst nicht rechtskräftig - freigesprochen. Es gebe keinen Beweis, das H. Priklopil vor der Polizei verstecken wollte. Natascha Kampusch kommentiert das Urteil wie folgt: "Ich bin erleichtert, dass auch dieses Verfahren zu einem Abschluss gekommen ist. Es ist nicht einfach, immer wieder von dritter Seite zu erfahren, wie meine Gefangenschaft abgelaufen sein sollte."