Der Slowene erlitt bei der Minenexplosion Brüche sowie offene Wunden an den Beinen, wie ein in Sarajevo stationierter Soldat im Gespräch mit krone.at berichtete. Die drei Freunde waren dem Schwerverletzten sofort zu Hilfe geeilt und alarmierten die bosnische Bergrettung - auch ein Entminungsteam wurde sofort angefordert.
Da der Slowene auf einen Steilhang in 1.800 Metern Höhe gestürzt war, wurden schließlich zwei österreichische Bundesheerhelikopter des Typs Alouette III mit sechs Soldaten und einer Notärztin zur Rettung angefordert - diese bieten momentan die einzige Möglichkeit, Rettungen aus der Luft durchzuführen, da in Bosnien bislang keine zivile Hubschrauberrettung installiert werden konnte.
Noch mehr als 212.000 Minen in Bosnien
Bei der Ankunft der Helikopter war der Schwerverletzte bereits von der Bergrettung aus dem Gefahrenbereich gezogen worden. Der Slowene konnte von der Notärztin erstversorgt und schließlich ins Spital gebracht werden. Die drei Freunde des Sportlers hatten sich aus Angst vor weiteren Detonationen nicht von der Stelle bewegt und wurden vom Heli per Bergeschaufel aus dem Gefahrengebiet geflogen - die Bergung der vier Paragleiter-Piloten dauerte über eine Stunde.
Das betroffene Gebiet war bislang eigentlich als "minenfrei" registriert gewesen. Warum sich dennoch Minen auf diesem Feld befinden, werde nun geprüft. "Eine Untersuchungskommission ist eingerichtet worden", so Robert Rauter vom Verteidigungsministerium. Mehr als 212.000 Minen befinden sich derzeit noch auf bosnischem Boden. Die Suche nach ihnen, wie auch die Entminung der betroffenen Gebiete, ist äußerst zeitaufwändig und kostspielig.
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