Das Trio war wenige Tage nach dem Anschlag in der Nacht zum 16. Jänner nach Hinweisen aus der Bevölkerung ausgeforscht worden. Sie seien bei den Einvernahmen geständig gewesen. Der entstandene Glimmbrand an beiden Eingangstüren war von selbst erloschen und beim Aufsperren der Moschee entdeckt worden. Beide Türen und ein abgestellter Regenschirm wurden beschädigt.
An dem Wochenende war es in Kufstein zu zwei Sachbeschädigungen durch Anbringen von Hakenkreuzen und SS-Runen an Gebäuden mittels Sprühlack gekommen. Auch dafür machte die Polizei die drei Einheimischen verantwortlich.
"Molotowcocktail" hergestellt
Gegenüber den Beamten gaben die Kufsteiner an, an einer Tankstelle Treibstoff in eine leere Flasche gefüllt zu haben. Mit einem Stück Stoff wurde eine Art "Molotowcocktail" hergestellt, der schließlich gegen die Moschee geworfen wurde. Als dadurch eine Stichflamme entstanden sei, seien die drei weggelaufen.
Während einer der Verdächtigen ein fremdenfeindliches Motiv der Tat von sich gewiesen habe, habe ein anderer dies eingeräumt, hieß es bei der ermittelnden Sicherheitsdirektion. Die Anzeige erfolgte zunächst auf freiem Fuß. Jetzt kam der Haftbefehl.
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