Brand in Hotel löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

19.06.2012, 17:59
Brand in Hotel löst Großeinsatz der Feuerwehr aus (Bild: APA/WWW.SALZI.AT/PHILIPP WIATSCHKA)
Foto: APA/WWW.SALZI.AT/PHILIPP WIATSCHKA
Bei einem Großbrand in einem Hotel in Traunkirchen im oberösterreichischen Salzkammergut ist am Dienstag das Dachgeschoß des Gebäudes vernichtet worden. Das Feuer war in der Küche ausgebrochen und gelangte schließlich durch ein Lüftungsrohr nach oben zum Dach. Und das, obwohl der Hotelbesitzer noch versucht hatte, die Flammen in der Küche einzudämmen. Der Brand war gegen 15 Uhr unter Kontrolle, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Benda.

Als die ersten Einsatzkräfte zum gemeldeten Küchenbrand in dem Traditionshotel anrückten, war der Chef noch optimistisch: "Alles unter Kontrolle, ich hab' den Brand gelöscht." Doch das war ein gewaltiger Irrtum: Denn die Flammen loderten erneut auf und züngelten durch das Entlüftungssystem nach oben. "Binnen zehn Minuten stand der gesamte Dachstuhl in Vollbrand", berichtete Benda.

Gäste und Personal flohen ins Freie, eine Beschäftigte wurde aus ihrem Zimmer geholt – sie hatte in ihrer Freistunde nichts vom Brand bemerkt. Sieben Menschen mussten wegen Rauchgasvergiftungen behandelt werden.

Gefahr durch Feuerwerkskörper

Für die Einsatzkräfte wurde Alarmstufe 3 ausgelöst, zwölf verschiedene Wehren mit rund 150 Mann rückten an. Weil sie mehrere Schlauchleitungen vom See über die B145 zum Hotel legen mussten, kam es blitzschnell zu Verkehrsstaus. Mit Drehleiter- und neuen Tanklöschfahrzeugen musste zudem eine mit nur 3,4 Metern Höhe zu niedrige Eisenbahnunterführung umfahren werden.
Dennoch war der Brand rasch unter Kontrolle.

Für eine Schrecksekunde sorgte zudem die Meldung, dass pyrotechnische Gegenstände im Haus seien. "Das war alles gut und sicher verwahrt im Erdgeschoß, wo keine Flamme hinkam", gab der Feuerwehrkommandant des Bezirks allerdings rasch Entwarnung. Auch ein Hackschnitzelsilo blieb unbeschadet. Brandsachverständige und Beamte des Landeskriminalamts müssen nun die Brandursache klären.

Johann Haginger, Kronen Zeitung/AG/red
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