Zeugen, die Hilfeschreie des Opfers gehört hatten, alarmierten gegen Mitternacht die Polizei und brachen die verschlossene Tür der Wohnung in der Darwingasse auf, hinter der sich das Mädchen befand. Die Kleine hatte es nicht geschafft, die Tür zu öffnen. Sofort brachten die Nachbarn die Vierjährige in Sicherheit.
Die mittlerweile eingetroffenen Beamten stießen in der Wohnung auf die reglose 28- Jährige, die mehrere Stichverletzungen aufwies. Die gebürtige Steirerin wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, erlag gegen 2.30 Uhr aber ihren Verletzungen.
Der Verdächtige, ihr 43- jähriger Partner, hatte sich unmittelbar nach der Tat aus dem Fenster in der dritten Etage gestürzt und lag schwer verletzt am Gehsteig - neben ihm die Tatwaffe, ein Klappmesser. Der Kolumbianer wurde mit einem Schädel- Hirn- Trauma und Brüchen in ein Spital gebracht und notoperiert. Er ist nicht in Lebensgefahr.
Motiv für die Bluttat dürften Eheprobleme gewesen sein. Nach Informationen der "Krone" war das Paar erst kürzlich nach Wien- Leopoldstadt gezogen, nachdem die Steirerin einen neuen Job angenommen hatte. Seit einigen Wochen soll es in der Ehe gekriselt haben - die 28- Jährige wollte ihren Mann offenbar verlassen.
Das gemeinsame Kind des Paares wurde körperlich nicht verletzt. Die Kleine wurde nach der Erstversorgung durch die Akutbetreuung ihrer Großmutter übergeben.