Die am Freitag vorgelegte Statistik berücksichtigt ausschließlich die Einsätze der Bergrettung, die im Vorjahr insgesamt 7.066 Mal ausrücken musste. 7.440 Menschen wurden geborgen, darunter 173 Tote und 5.254 Verletzte. Die meisten Todesfälle, nämlich 130, passierten beim Wandern, oft auch durch Herzinfarkt. Zudem wurden im Vorjahr neun Lawinentote verzeichnet.
Zahl der Einsätze auf dem Höchststand
Aufgeschlüsselt nach Sportarten gab es die meisten Einsätze auf der Piste. 3.238 Mal mussten Retter ausrücken, um verunglückten Skiläufern oder Snowboardern zu helfen. Fast gleich oft gab es im vergangenen Jahr Hilfeleistungen für Wanderer, nämlich 3.133 Mal – der höchste Stand seit 14 Jahren.
365 Einsätze für Skitourengeher und Skiläufer im freien Gelände - das ist die höchste Zahl der vergangenen 15 Jahre. Mit 98 Ausrückungen ebenfalls sehr hoch war die Zahl der Lawineneinsätze. Auch mit der Suche nach Menschen, die sich verirrt oder in unwegsames Gelände verstiegen hatten, waren die Helfer im Vorjahr äußerst oft beschäftigt. Mit 493 Suchaktionen ist dies ebenfalls der höchste Stand seit 15 Jahren.
Insgesamt waren im vergangenen Jahr 30.540 Bergretterinnen und Bergretter im Einsatz - auch diese Zahl stellt einen Rekord in den letzten 15 Jahren dar.
"Gesicherte Basisfinanzierung ist Voraussetzung"
Der Präsident des Bundesverbandes, Franz Lindenberg, appellierte an die Politik, für eine gesetzlich abgesicherte Grundfinanzierung zu sorgen. Das laufende Aufkommen neuer Trendsportarten ändere die Anforderungen "mit beinahe rasender Geschwindigkeit". "Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, benötigen wir viele Spezialisten und Spezialgeräte. Anschaffung und Erhaltung der Ausrüstung sind teuer, Ausbildung und Training kosten viel Geld. Eine gesicherte Basisfinanzierung ist Voraussetzung, damit der Österreichische Bergrettungsdienst seine Aufgaben weiterhin professionell erledigen kann", so Lindenberg.
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