29 Schweine sollten im Schnee ersticken, ihr Sterben sollte dokumentiert werden. Erhofft hatte man sich daraus Erkenntnisse, wie Lawinenopfer ums Leben kommen. Nach einem Proteststurm wurde das Projekt abgebrochen - das Leben von 19 Schweinen konnte so geschont werden.
Eines der geretteten Tiere wurde einem Tiroler geschenkt. Und der sagt klar: "Ich bin kein Tierschützer, sondern ein Bauer. Das Tier wird gefüttert, aufgemästet, geschlachtet und zu Speck gemacht." Das Vorgehen der Tierschützer hätte ihm außerdem nicht gefallen. Ist das Abschlachten des Schweines seine Rache an ihnen? "Ganz genau."
Studienleiter Peter Paal zur "Krone": "Wer Viecher retten will, soll sich selber welche kaufen." Und: "Das Projekt soll auf jeden Fall fortgesetzt werden, das wird passieren." Wo die Tiere nun seien und was man mit ihnen vorhätte? "Das steht nicht zur Debatte."
Niki Kulmer von der steirischen "TierWeGe" und die Vier Pfoten zeigen sich fassungslos. Sprecherin Johanna Stadler: "Paal hat unter anderem gesagt, dass er keinem der Tiere das Gnadenbrot gönne und will, dass sie in die Würscht kommen." Dabei hätte man schon einen Platz für die 19 Schweine (zehn sind für die Forschung ja bereits gestorben), wo sie ungefährdet ihr Gnadenbrot bekämen. Kulmer: "Das alles ist unter jeglicher Kritik. Wir kämpfen auf jeden Fall weiter für das Überleben der Tiere!"
von Christa Blümel und Maggie Entenfellner (Kronen Zeitung) und krone.at
Symbolbild