Dass weltweit Anglizismen auf dem Vormarsch sind, ist ein alter Hut. Begriffe wie "Sorry" oder "E- Mail" oder auch "Date" für eine Verabredung haben sich weltweit durchgesetzt. Auf einen neuen, ebenfalls der Globalisierung zuzuschreibenden Trend verweist nun einer der bekanntesten heimischen Sprachwissenschaftler.
In einer Studie macht der emeritierte Professor Peter Wiesinger vom Institut für Germanistik in Wien darauf aufmerksam, dass bereits jeder dritte Jugendliche eher auf Germanismen als Austriazismen setzt. Sprich: Fahrstuhl statt Aufzug, Treppe statt Stiege, Junge statt Bub oder vielleicht gar noch Blumenkohl anstelle unseres Karfiols.
"Sogar Kinderbücher, die in Österreich hergestellt werden, verwenden oftmals bundesdeutsche Ausdrücke", stellt Wiesinger in einer Analyse für die "Welt Online" nun fest. Dabei gebe es abweichend von der deutschen Schriftsprache rund 7.000 Austriazismen als rot- weiß- rote Abwandlungen.
Eine Hoffnung gibt Wiesinger aber mit: Das Wort Marille ist laut dem Sprachwissenschaftler derzeit "nicht gefährdet".