Wie Volkshilfe- Sprecher Walter Deil erklärte, werde Arigona Zogaj noch heuer die dreijährige HBLA in Linz beenden. Ihr zwölfjähriger Bruder Albin und die 13- jährige Schwester Albona gehen demnach in die Hauptschule, Mutter Nurije arbeitet als Reinigungskraft. Sie habe ihre Bewilligung bereits Ende vergangenen Jahres erhalten. Arigonas Eltern sind mittlerweile geschieden. Der Vater und die zwei älteren Brüder leben in Mazedonien und im Kosovo.
Die vom Magistrat Linz ausgestellten Visa gelten nun vorerst für ein Jahr, werden dann vermutlich um zwei Jahre verlängert, nach abermals zwei Jahren könnten sie endgültig sein - sofern sich die Zogajs nichts zuschulden kommen lassen. "Es war ein langer Weg, an dessen Ende sich Recht und Menschlichkeit getroffen haben", sagte der Präsident der Volkshilfe Österreich, Josef Weidenholzer, am Dienstag. Gleichzeitig würden aber immer noch gut integrierte Familien abgeschoben. "Wir brauchen ein humanitäres Bleiberecht, das solche Abschiebungen verhindert."
Am Montag hatten nach Angaben der Veranstalter erneut Hunderte Menschen bei Kundgebungen in den oberösterreichischen Bezirken Vöcklabruck und Perg auf das Schicksal von Familien, denen eine Abschiebung droht, aufmerksam gemacht.
Der Fall Arigona Zogaj hatte ab September 2007 landesweit für Aufregung gesorgt - damals holte die Polizei Arigonas Familie in Frankenburg im Bezirk Vöcklabruck zur Abschiebung ab. Fünf Jahre zuvor war sie aus dem Kosovo nach Österreich geflüchtet. Doch Arigona entkam der Polizei, tauchte unter und wandte sich in einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit. Der Rest ist Geschichte - siehe ausführliche Chronologie in der Infobox.
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