Die Fakten sprechen nämlich für sich: Laut Innenministerium dringen vom Bodensee bis zum Neusiedler See jährlich 14.000- mal ungebetene Gäste gewaltsam in Wohnungen und Häuser ein. "Es vergeht keine Stunde mehr ohne Einbrüche", sagt Major Gerald Hesztera vom Bundeskriminalamt. So schlagen in Österreich alle sechs Minuten Panzerknacker zu. Und nur bei jedem fünften Coup bleibt es beim Versuch. Besonders alarmierend: Allein im vergangenen halben Jahr stieg die Zahl der Einbrüche um 68 Prozent.
"Vor allem in der Urlaubszeit werden die Täter förmlich eingeladen", so Wiens oberster Kriminalist Oberrat Mag. Roland Horngacher, Leiter des Kriminalamts. Post, die sich vor der Türe stapelt, heruntergelassene Rollläden und womöglich ein Schlüsseldepot unter der Fußmatte oder unter dem Blumentopf wirken nicht wirklich abschreckend. Horngacher weiter: "Die Banden spionieren die Objekte ihrer Begierden genau aus und schlagen zu, wenn niemand zu Hause ist." Etwa in der Ferienzeit, aber auch jetzt wieder vermehrt in der Dämmerung. Wie Sie sich davor schützen können, erfährt man im zweiten Teil unserer großen Serie.
Auch baulich lassen sich die eigenen vier Wände schützen. Sei es mit sicheren Türen, Fenstern mit bruchsicherem Glas oder Gittern. Alles über Investitionen, die sich mit Sicherheit bezahlt machen, steht im dritten Teil.
Um Objekte mit Alarmanlagen machen Einbrecher meist einen großen Bogen. Die Gefahr, erwischt zu werden, ist zu groß. Zeituhren, die Lichter in verschiedenen Zimmern einschalten, oder Lampen mit Bewegungsmeldern sind empfehlenswert (Folge vier).
Im Inneren des Hauses oder der Wohnung lässt sich der Schaden bei einem Einbruch auch verringern. Etwa durch Einbau eines Tresors. Ein Anfang könnte auch sein, sich bei seiner Versicherung zu erkundigen, welche Schadenshöhe überhaupt gedeckt ist. Mehr dazu im fünften Teil.
Schließlich sollten sich Häuslbauer auch über elementare Sicherheit - nämlich die Wucht der Naturgewalten - ein Bild machen. Sei es die Gefahr durch Hochwasser, den Schutz vor Feuer oder vor Stürmen und Windhosen, die in Zeiten des Klimawandels auch ihre Spuren der Zerstörung durch Österreich ziehen (Folge sechs).
Abgesehen von der Gefahr, die durch Einbrecher und Naturgewalten drohen, gibt es auch hausgemachte Risiken. Steckdosen, scharfe Kanten oder gar der Küchenherd und Putzmittel können leicht zur tödlichen Falle - besonders für Kinder - werden. Näheres im siebten Teil.
Zu einem großen Problem können davongaloppierende Finanzierungs- und Betriebskosten werden. Das Bauen, die Anschaffung der Möbel und das Wohnen kosten oft mehr als geplant (Folge acht).
Durch Arbeitslosigkeit oder Karenz kann es finanzielle Engpässe geben, wenn ein Einkommen unerwartet ausfällt (Folge neun).