AUA und Tyrolean küren Minhard zum Betriebsrats- Chef

04.07.2012, 14:04
AUA und Tyrolean küren Minhard zum Betriebsrats-Chef (Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER
Die beiden bisherigen Bordbetriebsräte von Austrian Airlines und Tyrolean Airways haben am Mittwoch in einer konstituierenden Sitzung einen sogenannten einheitlichen Betriebsrat nach dem Arbeitsverfassungsgesetz gekürt. Als Vorsitzender wurde einstimmig Karl Minhard (Bild) gewählt, teilten die insgesamt 31 Betriebsräte in einem E- Mail an alle Flugbegleiter und Piloten des AUA- Konzerns mit. Minhard war bisher AUA- Betriebsratschef.

Bis spätestens 15. Oktober 2012 sollen nun Neuwahlen abgehalten werden. Das hat das Gremium ebenfalls einstimmig beschlossen. Bis dahin werden alle Maßnahmen, die beide Belegschaftsgruppen betreffen, mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen. "Damit haben wir ein klares Zeichen gesetzt, dass wir uns künftig nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen werden", schrieben die Betriebsräte in der knappen Aussendung.

Vor der Sitzung am Mittwoch stand vor allem die Frage im Raum, ob der Tyrolean- Betriebsrat sich der Rechtsmeinung des AUA- Betriebsrats anschließt und an der von Minhard einberufenen Sitzung teilnimmt. Der AUA- Betriebsrat und die Gewerkschaft vida streiten den Betriebsübergang der AUA auf Tyrolean ab. Für sie handelt es sich um eine Fusion.

Gewerkschaft begrüßt Konstituierung

Die zuständige Gewerkschaft vida begrüßt die Wahl des einheitlichen Betriebsrats bei Tyrolean und AUA, wie sie in einer Stellungnahme mitteilte. "Auch der Beschluss, bis spätestens zum Herbst einen gemeinsamen Betriebsrat zu wählen, ist richtig und wichtig", so vida- Chef Rudolf Kaske, der von einer "vernünftigen Entscheidung" sprach.

Die Betriebsräte seien damit einer Empfehlung des Vorsitzenden der vida- Sektion Verkehr, Gottfried Winkler, gefolgt, der am 28. Juni kurz vor dem umstrittenen Betriebsübergang einen Brief an die beiden Betriebsratsvorsitzenden geschrieben hatte. Für den 17. Juli hat Kaske die Betriebsräte außerdem zu einem Gespräch beim ÖGB eingeladen. Da soll es neben rechtlichen Fragen zum Betriebsübergang auch um den neuen Konzern- Kollektivvertrag gehen.

AG/red
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