Nein, er werde "sicher nicht" einen Landeshauptmann zitieren, der behauptete, auch der Rechnungshof könne irren, sagt der Ärztliche Direktor des AKH: "Die Prüfer legten eine hervorragende Analyse vor. Wir haben damit ein gutes Werkzeug in der Hand, um Reformen weiter voranzutreiben."
Wie berichtet, kritisiert der Rechnungshof besonders die hohen Kosten, die durch leer stehende, gesperrte Patientenbetten entstehen. Dazu Reinhard Krepler: "Das hat viele Gründe. Aber am wichtigsten ist: Wenn das AKH die Bettenzahl voll ausgeschöpft hätte, dann wären die Kosten in anderen Wiener Spitälern entstanden."
"Kostensteigerung beim Personal ist moderat"
Und zur Feststellung des Rechnungshofs, dass der Spitalsbetrieb immer teurer wird, meint Krepler: "Wir haben tatsächlich eine Kostensteigerung beim Personal, aber die ist moderat." Reformen wären aber bereits eingeleitet, betont der AKH-Chef. So werden mehr Stationen in einen Tagesbetrieb umgestellt, mehr Leistungen ambulant erbracht sowie die Drei-Bett- in Zwei-Bett-Zimmer umgebaut. Und in den - überfüllten - Ambulanzen sollen künftig konkrete Terminvereinbarungen die Wartezeiten verkürzen.
Minister-Konter auf Vorwürfe aus Wien
Auf Forderungen von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely kontert jetzt der für die Uni-Medizin im AKH zuständige Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle: Er werde "sicher nicht auf fremde Tische hauen" - die Verantwortung der Stadt Wien für das AKH sei "eindeutig geklärt". Auch sein Ministerium hätte bereits des Öfteren die gleichen Kritikpunkte thematisiert, die sich nun auch im Prüfbericht finden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.