Die Pensionistin wollte am 31. Jänner gegen 15.45 Uhr an der Haltestelle Reiterkaserne noch rasch in einen Straßenbahnzug der Linie 7 einsteigen, dabei geriet sie mit der rechten Hand zwischen die sich schließenden Straßenbahntüren und wurde eingeklemmt.
91-Jährige erlitt Brüche und Gehirnblutung
Anschließend fuhr die Tram an und schleifte die Pensionistin einige Meter mit, ehe sie die Hand wieder aus der Tür herausziehen konnte. Die Grazerin stürzte auf die Fahrbahn. Einige Fahrgäste, die den Vorfall beobachtet hatten, verständigten sofort den 21-jährigen Straßenbahnlenker, woraufhin dieser umgehend anhielt und über die Funkleitzentrale der Graz-Linien die Rettungskräfte rief.
Laut Polizeisprecher sei der Fahrer daraufhin ausgestiegen und hätte nachgesehen, allerdings kümmerten sich bereits Passagiere und Passanten um die verletzte 91-Jährige. Die Pensionistin wurde mit einem Schläfen- und Jochbeinbruch sowie einer Gehirnblutung ins Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen waren so schwer, dass die Pensionistin schließlich am Sonntag verstarb.
Hinterster Bereich für Fahrer nicht zu sehen
Eine technische Untersuchung der Straßenbahngarnitur habe ergeben, dass bei der Tür kein technisches Gebrechen vorliege, hieß es zu dem Vorfall von den Holding-Graz-Linien. Zudem könne der Fahrer bei dieser Art von Garnitur den hintersten Bereich nicht sehen. Man werde den Tramfahrer noch intern befragen, so ein Linien-Sprecher. Unabhängig davon gebe es bei einem Vorfall mit Körperverletzung - als Offizialdelikt - eine Anzeige.
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