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29.05.2016 - 19:10
Foto: Evelyn Hronek, APA/LPD KÄRNTEN

88- Jährige findet Sprengstoff in der Speisekammer

16.02.2016, 06:48

Einen explosiven Fund hat eine 88 Jahre alte Pensionistin am Valentinstag in Gallizien im Kärntner Bezirk Völkermarkt gemacht: Paula Luschnig entdeckte drei Stangen an Donarit- Sprengstoff, der seit vielen Jahren unentdeckt in der Speisekammer gelagert gewesen sein dürfte. "Ich fand das Donarit hinter der Petroleumlampe", schildert die Frau.

Die 88- Jährige saß - ohne es zu wissen - jahrelang auf einem Pulverfass. Als Paula Luschnig am Valentinstag dann ihre Speisekammer aufräumte, machte sie die besorgniserregende Entdeckung. "Ganz oben auf dem Regal, gleich hinter der Petroleumlampe, fand ich das Donarit", schildert die 88- Jährige. Sie alarmierte sofort die Polizei, die kurze Zeit später anrückte.

Drei Stangen an Donarit-Sprengstoff samt Zündschnur fand die Pensionistin hinter einer Lampe.
Foto: APA/LPD KÄRNTEN

Vermutet wird, dass der Sprengstoff vom 2003 verstorbenen Ehemann der Pensionistin stammt. "Er war Schießmeister und Verantwortlicher dafür, wenn in der Gruppe zu Ostern Böller geschossen wurden", erinnert sich Luschnig.

Donarit dürfte laut Verfassungsschutz "sauber" sein

Beim Sprengstoff handelt es sich um ein Fabrikat, das immer wieder im Unterkärntner Raum entdeckt und sichergestellt wird. Zuletzt hat der Verfassungsschutz 2011 ein Sprenglager in Neuhaus ausgehoben. Neben mehreren Waffen fanden die Beamten auch Donarit- Sprengstoff, der offenbar im Zuge einer Anschlagsserie in den 70er- Jahren in Kärnten eingesetzt werden hätte sollen.

Paula Luschnig, sichtlich gezeichnet: "Ich wusste nichts von dem Sprengstoff."
Foto: Evelyn Hronek

Beim jüngsten Fund hingegen dürfte es sich um legal erworbenes Donarit zum "Böllerschießen" gehandelt haben. Zwar beschäftigt der Fund auch den Verfassungsschutz, das Donarit dürfte aber tatsächlich "sauber" sein, wie es heißt. Die Polizei hat den Sprengstoff mittlerweile sichergestellt. Für die Entsorgung ist der Entschärfungsdienst zuständig.

16.02.2016, 06:48
Thomas Leitner, Kronen Zeitung/red
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