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10.000 Salzburger Haushalte Stunden ohne Heizung

04.02.2012, 15:03
10.000 Salzburger Haushalte Stunden ohne Heizung (Bild:  (Bild: APA/FRANZ NEUMAYR))
Das Frieren in Salzburg hat ein Ende: Nach rund elf Stunden ohne Heizung und Warmwasser funktioniert die Versorgung seit Samstagnachmittag wieder im gesamten Stadtgebiet. "Wir haben die Versorgung wieder vollständig aufnehmen können", sagte Salzburg- AG- Sprecher Sigi Kämmerer.

Die Störung nach einem Totalausfall im Heikraftwerk Mitte hatte Einfluss auf das gesamte Fernwärmesystem in der Stadt Salzburg. Mehr als 10.000 Haushalte - rund 40 Prozent der Fernwärmekunden im Bereich von Aigen, Parsch und dem Nonntal - hatten bei frostigen Außentemperaturen von minus zehn Grad seit den frühen Morgenstunden keine Heizung und kein Warmwasser gehabt.

Die Betroffenen behalfen sich mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten. In den Salzburger Landeskliniken und im Salzburger Unfallkrankenhaus wurde auf eine Notversorgung mit Wärme umgestellt. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die aufgrund der unerwarteten Störung aufgetreten sind", sagte Kämmerer.

Schaden beim Schwerölkessel als Ursache

Der Grund für die Störung war Martin Jager von der Salzburg AG zufolge ein Schaden beim Schwerölkessel (Bild) im HKW Mitte. Die Techniker der Salzburg AG arbeiteten seit den Nachtstunden auf Hochdruck an der Behebung des Schadens.

Beim Neustart der ausgefallenen Gasturbine hatte es aufgrund der eisigen Temperaturen Verzögerungen gegeben. Die Gasturbine laufe jedoch mittlerweile wieder und arbeite auf voller Leistung. Am Schaden beim Schwerölkessel werde weiter gearbeitet, um ihn als Ausfallreserve so schnell wie möglich zur Verfügung zu haben.

Erhöhte Nachfrage nach Radiatoren

Eine vermehrte Nachfrage nach Zusatzheizgeräten und Radiatoren aufgrund des Ausfalls bemerkten am Samstag die Baumärkte in der Stadt Salzburg. "Es sind schon einige Leute dagewesen, die Elektroradiatoren gekauft haben, ein Ansturm war es aber nicht", meinte eine Verkäuferin bei Baumax in Salzburg am Vormittag.

Über Radio Salzburg boten Hörer, bei denen die Heizungen funktionierten, nicht benötigte Heizgeräte oder Aufenthaltsmöglichkeiten für betroffene Familien an.

AG/red
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