Einen Tag, nachdem es in Obertauern einen tödlichen Lawinenabgang gegeben hatte, brachen Ully und zwei Niederösterreicher zu einer Tour auf den Kesselspitz auf. Anton Ully, der seit 15 Jahren geprüfter Skilehrer war, dürfte bei der Abfahrt über den 40 Grad steilen Hang die Lawinengefahr unterschätzt haben.
Schon der erste Schwung löste das 200 Meter breite und 500 Meter lange Schneebrett aus. Seine Begleiter mussten die Tragödie hilflos mit ansehen, schlugen sofort per Handy Alarm und fuhren zur Suche in den Lawinenkegel ein.
25 Helfer mit Suchhunden waren per Helikopter innerhalb von zehn Minuten am Unglücksort und rasch schlug ein Hund an. Doch als die Retter den 41- Jährigen in drei Metern Tiefe fanden, war er schon tot.
Anton Ully, der seine Wurzeln in Ebensee hat und dort im Sommer auch lebte, war Profi- Snowkiter, also Skifahrer mit Gleitschirm, Skilehrer und Tourenführer. Der Vater eines Kleinkindes besaß auch eine Skischule in St. Michael und einen Wasserkite- Betrieb am Traunsee.
OÖ- Krone und ooe.krone.at