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18.04.2015 - 09:19

Nein zum Westring wäre "wie eine Kriegserklärung"

31.10.2010, 11:38
Nein zum Westring wäre "wie eine Kriegserklärung" (Bild: Land OÖ.)
Foto: Land OÖ.
"Wenn die Bundesregierung uns so behandelt, kommt das einer Kriegserklärung gleich", hat Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) gepoltert: Ministerin Doris Bures (SPÖ) will die Linzer Autobahnumfahrung namens Westring (A26) kippen und durch eine Billigvariante ersetzen. "Unmöglich", protestiert auch der Linzer SPÖ- Politiker Klaus Luger.

Das wochenlange Hin und Her um mögliche Sparvarianten für den 527 Millionen teuren Westring gipfelt nun im "Angebot" von Bures, nur eine etwa 200 Millionen Euro teure Landesstraße zwischen Bindermichl und Urfahr mitzufinanzieren.

"So kann man mit dem stärksten Wirtschaftsbundesland und größtem Nettozahler beim Steuergeld nicht umgehen", reagierte Landeshauptmann Josef Pühringer. Und er pocht auf den Bau des Westrings samt Donaubrücke und Tunnels als Vollautobahn, so wie sie derzeit die Umweltverträglichkeitsprüfung durchmacht. Alles andere wäre auch "ein schweres Glaubwürdigkeitsproblem" für Kanzler Werner Faymann, der noch 2008 als Infrastrukturminister den Südteil des Westrings samt Donaubrücke fix zusagte. Zuvor gab es im Jahr 2005 sogar eine Vertragsunterzeichnung über die Realisierung des Westrings.

Auch der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger will sich die Bures- Sparlinie so nicht gefallen lassen: "Da gibt es ja einen Bundeskanzler, der uns die Realisierung als Minister zugesagt hat. Das wäre ein wirklich eklatanter Wortbruch, wenn das nun anders käme!"

Sparvariante "Blödsinn"

Zusätzlich hält Luger die von Bures erwogene Billigvariante einer Landesstraße – offensichtlich ein fünf Kilometer langer, einröhriger Tunnel um 200 Millionen Euro – schlicht für "Blödsinn". Vorstellbar sei höchstens, bei den Auffahrrampen auf die Brücke Abstriche zu machen, die aber maximal 20 Millionen Euro bringen würden, wie Luger sagt.

Westring- Gegner freuen sich schon: "Ein Aus wäre eine gute Entscheidung, die Linz davor bewahrt, endgültig unter die Räder zu kommen", ortet die Linzer Grün- Klubobfrau Gerda Lenger "eine große Chance für innovative Verkehrspolitik".

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