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Kein Radargerät für Todesstrecke: Anrainer in Sorge

23.12.2009, 08:06
Kein Radargerät für Todesstrecke: Anrainer in Sorge (Bild: APA/Barbara Gindl)
Foto: APA/Barbara Gindl
Nach dem Todesdrama von Zell am Moos (mehr dazu in der Infobox) liegen bei Anrainerin Anna Schleicher (60) die Nerven blank. „Wir wohnen direkt neben der B154, mussten mehrfach mitansehen, wie Leute in ihren Autos verbrennen.“ 2007 haben die Anrainer einen Antrag auf ein Radargerät gestellt. „Aber die BH Vöcklabruck lehnte ab!“

„Mein Mann und ich wohnen seit 1971 da. In dieser Zeit haben wir auf der B154 zehn Tote gesehen. Vor eineinhalb Jahren waren es sogar drei in nur eineinhalb Monaten. Wir haben schon am 11. Juni 2007 bei der BH ein Ansuchen wegen einer ständigen Radarüberwachung gestellt, weil trotz der 80er- Beschränkung alle durchrasen, aber der Verkehrsreferent hat es abgelehnt“, ärgert sich Anna Schleicher.

BH will Kurvenradius untersuchen

BH- Verkehrsjurist Alexander Grund verteidigt sich: „Es ist praktisch unmöglich, für die Überwachung einer Freilandstraße eine Radaranlage genehmigt zu bekommen.“ Er will nun, wie von Polizisten mehrfach gefordert, den Kurvenradius der Unfallstrecke untersuchen. In der Rechtskurve muss man nachlenken, was bei höherem Tempo gefährlich ist.

Nichts geholfen haben Magnetplatten, die entlang der B154 vergraben wurden, um die Strahlen der Radarkuppel am Kolomansberg abzuwenden. Diese werden angeblich vom Irrsee auf die Todesstrecke hin reflektiert und dadurch verstärkt. Laut Jurist Grund haben Magnetplatten bei einer anderen Unfallstelle auf der B1 bei Vöcklabruck geholfen.

von Christoph Gantner, OÖ- Krone

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