Das Unglück beim Linzer Hafen ist das bereits zweite für das Güterschiff. Es war vor zweieinhalb Jahren bei Deggendorf wegen Überladung auf Grund gelaufen, blockierte zwei Tage die Donau. Doch damals gab es nur Sachschaden.
Jetzt ist der Havarist beschlagnahmt, in der Linzer Werft wird untersucht, warum die Hubstange ausbrach und die Führerkabine in die Donau stürzte. Den Aufprall hatte der kroatische Kapitän überlebt, ob er bewusstlos war, bleibt ungeklärt. Sein Winken, das Feuerwehrtaucher bei nur zehn Zentimetern Sicht gesehen hatten, stellte sich als Bewegung der Wischerblätter heraus, die noch unter Wasser funktionierten. Doch gerade deshalb versuchte man alles, um den Eingeschlossenen zu retten. Er war im Wasser, hatte aber eine Luftblase.
Als nach einer Stunde durch einen Bergeversuch die Dachluke aufsprang, entwich die letzte Luft aus dem Führerstand. Spätestens jetzt ertrank der Kapitän, den Taucher nur Minuten später bergen konnten.
Foto: Kapitän Otto Steindl
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