Seit dem Jahr 2000 wird alle drei Jahre durch Direktbefragungen das Rauchverhalten der Oberösterreicher ermittelt. Demnach erhöhte sich der Anteil der Nichtraucher im Land ob der Enns seit 2006 von 56 auf nunmehr 63 Prozent, wie Christoph Lagemann, Leiter des Instituts für Suchtprävention, berichtet. Vor sechs Jahren lag dieser Anteil laut Umfrage erst bei 47, vor neun Jahren gar nur bei 42 Prozent.
Erstmals wurden im Vorjahr auch Zahlen zum Passivrauchen, das wissenschaftlich allerdings nicht definiert ist, erhoben: So gaben 22,4 Prozent der 1.500 Befragten an, dass in ihrer Wohnung geraucht wird – dadurch sind 100.000 nichtrauchende Mitbewohner durch Passivrauch in der eigenen Wohnung betroffen.
Ein besonderes Anliegen ist der Jugendschutz: "Da sollte in den Schulen mehr Präventionsarbeit in den Unterricht eingebaut werden," wünscht sich Lagemann.
von Johann Haginger, Kronen Zeitung