Zum Vorwurf, dass er am vergangenen Sonntag in Polling in einem Seminarhotel gezündelt haben soll, schweigt Bernhard B. (20) weiter. Insgesamt ist der Gurtener bei vier Bränden verdächtig, es gilt die Unschuldsvermutung. Da er schon drei Selbstmordversuche hinter sich hat und als extrem suizidgefährdet gilt, wird der Innviertler jetzt in der geschlossenen Abteilung der Linzer Landesnervenklinik betreut.
Von Mittwoch auf Donnerstag konnten die Helfer - nach zwei Nächten mit insgesamt vier Feuer-Attentaten in Aspach - erstmals wieder durchschlafen. „Eine Erleichterung, aber es herrschen weiterhin große Betroffenheit, Sorge und Angst in der Bevölkerung“, sagt Dr. Karl Mandl, Bürgermeister von Aspach. Und im Innviertel stellt man sich auf eine lange Jagd nach dem oder den Feuerteufeln ein. Denn die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Täter bei den 13 Brandattentaten aktiv waren. Und weil Pyromanen normalerweise nicht aufhören, bleibt die Angst, dass bald wieder Flammen lodern. So gingen zwischen 1996 und 1998 rund um St. Florian/Inn neun Bauernhöfe in Flammen auf, ehe ein 21-jähriger Verdächtiger verhaftet wurde. Und die „berühmteste“ Attentats-Serie von St. Georgen/Gusen dauerte auch vier Monate. Hier brannte es 13-mal, der Ort glich am Ende einer Polizeifestung, ehe ein 16-Jähriger überführt werden konnte.
Foto: FF Altheim
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