Die Polizisten sind erschüttert, trauern mit der Witwe, den drei Kindern und zwei Enkeln. Der Opa hatte als Kassier die Freiwillige Feuerwehr Linden letztlich um keinen Euro betrogen, Gerüchte sprachen aber von sechsstelligen Unterschlagungen.
Dazu befragte der Schärdinger Bezirkspolizeikommandant seinen zerknirschten Untergebenen, der zwar straffreie tätige Reue nachweisen konnte, aber trotzdem seine Dienstwaffe abgeben musste.
Die Vorgesetzten wollten vorsichtshalber auch noch die Jagdwaffen sicherstellen und fuhren deshalb dem Polizisten heimwärts hinterher. 300 Meter vor seinem Andorfer Wohnhaus griff der Beamte zu seiner privaten Glock, noch ehe ihn die Verfolger daran hindern konnten.
Im Auto lagen Abschiedsbriefe, die der falsch Verdächtigte schon vor seiner Vernehmung geschrieben hatte. Die Trauerfamilie wird vom Kriseninterventionsteam betreut, die Kollegen sind ähnlich erschüttert.
Kronen Zeitung