Kameras bald weg?

Gaunerabschreckung in Gefahr

Oberösterreich
31.10.2006 19:09
„Big Brother“ schreckt Gewalttäter und Gauner ab. Das beweist eine Bilanz in Linz deutlich. Trotzdem fürchtet die VP, dass bei einem roten Innenminister zumindest die Video-Kameras in der Urfahraner Hinsenkampplatz-Unterführung wieder wegkommen könnten. „Die elektronische Überwachung ist parteipolitische Propaganda“, wettert der Linzer SP-Stadtrat Klaus Luger.

An der kritischen Haltung der Linzer SP zur Videoüberwachung habe sich nichts geändert, so Luger. Seine Argumente: „Big Brother“ würde das Problem der Kriminalität nur verlagern, aber nicht lösen. Zudem sagt er, dass in der Hinsenkamp-Unterführung heuer erst 14 Straftaten angezeigt wurden - davon vier Gewalt- und zehn Sachdelikte. Luger: „Wegen ein paar Sachbeschädigungen schreien wir nicht gleich nach ,Big Brother´.“ Daher fürchtet nun die VP, dass ein roter Innenminister die 58.000 Euro teure Video-Überwachung abdreht.

Für VP-Sicherheitssprecher Josef Hackl wäre das unverständlich: „Jährlich gab es dort bis zu 20 schwere Delikte, darunter Vergewaltigungen, Drogensachen und Überfälle.“ Weitere Überwachungsanlagen - wie in der Linzer Altstadt - dürften außer Streit stehen.

 

 

 

Foto: Chris Koller

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