Im seit 25 Jahren tobenden Konflikt zwischen den herrschenden Singhalesen und der 17- Prozent- Minderheit der Tamilen hatte internationaler Druck nach der Flutkatastrophe, bei der 38.000 Menschen starben und Hunderttausende obdachlos wurden, für einen Waffenstillstand und ein gemeinsames Wiederaufbauprogramm gesorgt. Seit 2006 rückt die Regierungsarmee wieder gegen tamilische Rebellen vor.
An der Ostküste bemüht sich die heimische Nichtregierungsorganisation Sarvodaya nach dem Wiederaufbau um Versöhnung. In der ethnisch gemischten Stadt Trincomalee hat sie ein Friedenszentrum errichtet, für das das Wiener Friedens- Institut IICP Hilfe aus Europa vermittelte.
Vom Land Oberösterreich kamen auf Antrag der Grünen 100.000 Euro für das Gebäude, das bereits seit einem Jahr steht. Heuer wurde mit Geld aus dem Burgenland und den Niederlanden die Einrichtung fertiggestellt.
In Trincomalee leben die Volksgruppen in getrennten Stadtvierteln. Im Friedenszentrum kommen sie zusammen, lernen Sprache und Kultur der jeweils anderen kennen, Jugendliche erhalten Berufsausbildungen. Viele von ihnen sind in doppelt zu Opfern geworden: von Kindern, denen der Tsunami Heim und Familie genommen hat, zu Vertriebenen des Bürgerkriegs.