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NÖ: Einen Tag nach Sprengung schlugen "Aufschweißer" zu

31.01.2012, 17:00
NÖ: Einen Tag nach Sprengung schlugen "Aufschweißer" zu (Bild:  (Bild: Imre Antal))
Jetzt halten wir schon bei Bankomat- Coup Nummer 55 in Österreich. Am Dienstag um exakt 3.09 Uhr betraten zwei Maskierte mit einem Schweißgerät eine Bank in Hohenwarth- Mühlbach im niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn. Anders als sieben Monate zuvor bei einem früheren Raubversuch ging diesmal die Alarmanlage los. Die Täter flohen und hinterließen auf einem Arbeitshandschuh womöglich erstmals eine DNA- Spur.

Unklar ist allerdings noch, ob bei dem nun gescheiterten Coup dieselben Täter am Werk waren wie damals am 21. Juli 2011, als der Bankomat der Raika schon einmal mit einer Flex aufgeschnitten worden war. Damals schnitten Unbekannte - zumindest drei Täter - das Gerät auf, entnahmen die Geldlade und flüchteten damit.

Körperschallmelder lösten Alarm aus

Am Dienstag besprühten die beiden mit Wollhauben Maskierten jedenfalls die Kamera im Foyer mit schwarzem Lackspray. Um 3.26 Uhr karrten sie dann das Schweißgerät heran und schnitten die Tresortür auf. Nach fünf Minuten hatten sie einen zehn Zentimeter langen Schnitt geschafft. Doch dann bemerkten die Profis, dass der Körperschallmelder Alarm ausgelöst hatte. Um 3.31 Uhr flüchteten sie Hals über Kopf vom Tatort - ohne Beute. Dabei verlor einer der Männer einen weißen Arbeitshandschuh. Die Ermittler hoffen auf DNA- Spuren.

"Sprenger" und "Schweißer" am Werk

Laut ersten Erkenntnissen hängt die Bankomat- Sprengung vom Montag in Biedermannsdorf (siehe Infobox) nicht mit jener vom Dienstag in Mühlbach zusammen. Es sind offenbar zwei Banden, die vor allem in Niederösterreich agieren: die "Sprenger" (bisher 13 Coups) und die "Aufschweißer" (bisher 15). Am häufigsten werden die Geldmaschinen nach Angaben der "SOKO Bankomat" des BKA mit Stahlseilen aus der Verankerung gerissen und abtransportiert. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Serie weitergeht, und rufen zur verstärkten Überwachung abgelegener Bankomat- Foyers auf.

Zweckdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 059133/30- 3333 an das Landeskriminalamt erbeten.

Ulli Kittelberger und Christoph Budin, Kronen Zeitung
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