Am 5. März ist die Ausschreibung hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft abgelaufen. Ob es einen Vorstand oder zwei Vorstände geben werde, sei noch offen. Wichtig sei, dass die Gesellschaft "gut funktioniert" und "gutes Personal" habe, so der Landeshauptmann.
Pröll betonte einmal mehr, dass das Land zur Mariazellerbahn stehe. Für den Betrieb werde Personal von den ÖBB übernommen. Die Verbindung St. Pölten - Mariazell werde ein Teil der Landesbahngesellschaft sein. Um ein besseres Angebot für Pendler und Touristen zu schaffen, sollen die Strecke saniert und neue Fahrzeuge angeschafft werden. Die Ausschreibung für das rollende Material werde noch 2010 erfolgen, so Zibuschka. Die dafür geplanten Investitionen bezifferte er mit 60 bis 70 Millionen Euro. Es gehe um "Neukonstruktionen" für die Schmalspurstrecke, wobei das Land wohl auf Triebwagen setzen werde.
Pröll kündigte am Donnerstag außerdem an, dass an längst aufgelassenen Bahnstrecken mit der Entfernung von Stopptafeln begonnen werde. An 232 von 368 Kreuzungen werde dies der Fall sein. An den übrigen 136 sei die Nachnutzung - beispielsweise durch einen Draisinenbetrieb - noch offen.
Was Straßenprojekte angehe, merkte Pröll an, dass etwa bei der Weiterführung der Nordautobahn (A5) an die tschechische Grenze eine zeitliche Verzögerung "Geldverschwendung" wäre. "Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist de facto fertig." Auch für die Traisental- Schnellstraße (S34) habe es im Parlament grünes Licht gegeben. SPÖ- Infrastrukturministerin Doris Bures hatte am Dienstag festgestellt, aufgrund der angekündigten Budgetkürzung "alle Projekte neu überdenken" zu müssen.
Etwas früher als geplant könnte die Donaubrücke Traismauer eröffnet werden. Er gehe von September aus, sagte der Landeshauptmann.