Cialis ist wie Viagra ein so genannter Phosphodiesterase- 5-Hemmer
und bewirkt damit eine bessere Durchblutung im Penis. Der Wirkstoff
Tadalafil hat jedoch eine grundlegend andere Struktur als der
von Viagra, so der Leiter der deutschen Studien, Prof. Hartmut
Porst aus Hamburg. Das Molekül habe eine Halbwertszeit von
17,5 Stunden. Das ermögliche den Betroffenen "einen zeitlichen
Freiraum für sexuelle Aktivitäten". Die Verträglichkeit
sei an 4000 Patienten getestet worden. Häufigste Nebenwirkungen
seien bei 14 Prozent der Testpersonen Kopfschmerzen und bei 10
Prozent Sodbrennen gewesen. Cialis darf keinesfalls gleichzeitig
mit Nitraten, die beispielsweise in Herzmedikamenten vorkommen,
eingenommen werden.
Aller guten Dinge sind drei Wirkstoffe
Bislang sind neben Viagra zwei weitere Potenzpillen
auf dem Markt. Die beiden Mittel Uprima vom Pharmaunternehmen
Abbott und Ixense von Takeda Pharma enthalten beide denselben
Wirkstoff Apomorphinhydrochlorid. Dieser wirkt im Gegensatz zu
Viagra und Cialis auf das Gehirn. Dort stimuliert er den Botenstoff
Dopamin, was wiederum eine Erweiterung der Blutgefäße
im Penis und damit eine Erektion zur Folge hat.
Cialis war im November 2002 für Europa zugelassen
worden. Laut dem Hersteller "Lilly" soll Cialis kommende Woche
in ganz Europa eingeführt sein (und so beim Einführen
helfen).