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Studiengebühren: Unis entgehen 149,2 Millionen

25.08.2008, 17:50
Studiengebühren: Unis entgehen 149,2 Millionen (Bild: APA/Roland Schlager)
Foto: APA/Roland Schlager
Die Abschaffung der Studiengebühren würde den Universitäten - ohne entsprechende Kompensation - eine empfindliche Einnahmen- Einbuße bescheren. Insgesamt lukrierten die Unis im vergangenen Jahr 149,2 Mio. Euro aus den Studienbeiträgen, wie aus Daten der Universitätenkonferenz (uniko) hervorgeht. Das sind 5,5 Prozent der Gesamteinnahmen der Universitäten inklusive Drittmittel (2007 rund 2,7 Mrd. Euro).

Entsprechend der Studentenzahl erzielte die Universität Wien mit 44,5 Mio. Euro die höchsten Einnahmen. Es folgen die Universitäten Innsbruck (14,3 Mio. Euro) und Graz (13,5 Mio. Euro) sowie die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien (13,3 Mio. Euro). Über der Zehn- Millionen- Grenze liegt auch die Technische Universität (TU) Wien (11,7 Mio. Euro). Die Uni Linz lukrierte 8,6 Mio. Euro, die Uni Salzburg 8,2 Mio. Euro. und die TU Graz 6,2 Mio. Euro.

 Von den drei Medizin- Unis liegt Wien mit 5,6 Mio. Euro an der Spitze, gefolgt von Graz (2,7 Mio. Euro) und Innsbruck (2,6 Mio. Euro). Die Uni Klagenfurt erhält durch die Studiengebühren 4,8 Mio. Euro, die Universität für Bodenkultur Wien 4,3 Mio. Euro, die Montanuni Leoben 1,6 Mio. Euro und die Veterinärmedizinische Universität Wien 1,4 Mio. Euro. Von den sechs Kunst- Unis liegen die Einnahmen aus Studiengebühren nur an den Musik- Unis Wien (1,9 Mio. Euro) und Salzburg (1,1 Mio. Euro) über der Ein- Millionen- Grenze, alle anderen liegen darunter (zwischen 624.000 und 873.000 Euro).

Studiengebühren 2000 von Schwarz- Blau eingeführt

Die Studiengebühren wurden im Jahr 2000 von der damaligen VP- FP- Koalition beschlossen und werden seit 2001 eingehoben. Derzeit müssen Österreicher, Angehörige von EU- und EWR- Mitgliedstaaten sowie Schweizer 363,36 Euro pro Semester für ein Universitätsstudium bezahlen. Studenten aus Drittstaaten kostet das Studium pro Semester doppelt so viel (726,72 Euro). In der von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) zur Begutachtung ausgesendeten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) war vorgesehen, dass die Unis selbst künftig die Höhe der Gebühren für Studenten aus Drittstaaten festlegen dürfen. Allerdings hat die Novelle vor der Nationalratswahl keine Chance mehr auf Umsetzung.

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