Steirer- Reformen kommen beim Volk durchaus gut an

17.06.2012, 09:42
Steirer-Reformen kommen beim Volk durchaus gut an (Bild:  (Bild: Christian Jauschowetz))
Die Steiermark im Umbruch: SPÖ und ÖVP lassen hier - wie berichtet (siehe Infobox) - keinen Stein auf dem anderen. Ob die Menschen im südlichen Bundesland das goutieren oder nicht, hat die "Steirerkrone" abfragen lassen - SP- Frontmann und Landeshauptmann Franz Voves darf demnach jubeln, und auch für die Grünen geht's bergauf - siehe Grafik in Bild 2.

Das Grazer Meinungsforschungsinstitut bmm hat quer durchs Land Interviews geführt, um herauszufinden: Wie denken die Steirerinnen und Steirer über ihre Volksvertreter? Ergebnis der klassischen Sonntagsfrage: SPÖ (39 Prozent) und ÖVP (35 Prozent) bewegen sich auf hohem Niveau, die FPÖ (10 Prozent) kommt nicht weg vom Fleck, die Grünen (9 Prozent) legen zu, die KPÖ (3 Prozent) würde es nicht mehr in den Landtag schaffen, das BZÖ rangiert unter "ferner liefen".

Piraten "bemerkenswerte Alternative"

Für bemerkenswert hält bmm- Studienautorin Claudia Brandstätter den Aufstieg einer Neo- Partei: "Für mittlerweile fast 7 Prozent der Wahlberechtigten sind die Piraten eine echte Alternative!" Generell ist für die Parteien noch einiges an Potenzial drinnen: 23,6 Prozent wissen aktuell nicht, wem sie ihre Stimme geben sollen.

44,6 Prozent begrüßen rot- schwarze Ehe

Abgefragt hat die "Steirerkrone" auch, wie die Landsleute zur sogenannten Reformpartnerschaft zwischen SPÖ und ÖVP stehen: Die satte Mehrheit von 44,6 Prozent begrüßt die "Regierungs- Ehe", 30,2 Prozent ist sie egal, ein knappes Viertel kann sich mit "SPÖVP" nicht anfreunden.

Mehr als die Hälfte der Befragten, 55,9 Prozent, unterstützt die Verwaltungs- , Gemeinde- und Bezirksreformen von Landeshauptmann Voves und seinem VP- Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, 16,9 Prozent lehnen sie ab.

"Nicht mein Ort!"

Besonders interessant ist, wie die Befragten zu den Bezirksfusionen stehen: 55,4 Prozent erachten die Reduktion auf zwölf Bezirke als "sehr sinnvoll" bzw. "sinnvoll", 38,4 Prozent zeigen mit dem Daumen nach unten. Was die Zusammenlegung des eigenen Ortes mit einem anderen betrifft, entpuppen sich die Steirer allerdings als Reformverweigerer: Stolze 54,1 sind dagegen, nur 40,5 Prozent dafür.

Eindeutig sind die Aussagen, was weitere "heiße Eisen" betrifft: 84,5 Prozent sprechen sich gegen Schulschließungen aus, in etwa gleich viele wie gegen die Verringerung von Spitalsbetten. Ebenso groß ist die Ablehnung von Moschee- Bauten (60,3 Prozent) und Umweltzonen (50,3 Prozent). Nur für das Murkraftwerk gibt es Zustimmung (39,7 Prozent).

Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, Kronen Zeitung/kal
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