Für 50 Mio. Dollar

Staatlich gestützte Citigroup erwirbt Firmenjet

Ausland
27.01.2009 15:26
Die mit staatlichen Milliardenspritzen gestützte US-Großbank Citigroup sorgt mit dem Kauf eines millionenschweren Firmenjets für Aufregung. Das Flugzeug vom Typ Dassault Falcon 7X (siehe Bild) soll laut amerikanischen Medien 50 Millionen Dollar, umgerechnet rund 38,5 Millionen Euro, kosten. Ein US-Senator prangerte den Kauf angesichts der Schieflage der Bank scharf an.

Der Firmenjet sei bereits im Jahr 2005 bestellt worden, teilte ein Sprecher der Bank am Dienstag der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit. Bei einer Abbestellung würde eine Vertragsstrafe von mehreren Millionen Dollar fällig werden. Für den Kauf würden auch keine Steuergelder ausgegeben. Die Zahl der Flugzeuge insgesamt solle sinken. So will die Bank laut "New York Post" zwei ältere Maschinen im Wert von jeweils 27 Millionen Dollar verkaufen.

Autobauer reisten im Jet zum Krisengipfel
Im vergangenen Jahr hatten die Chefs der drei großen US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler mit ihren Firmenjets für Wirbel gesorgt. Sie waren mit den exklusiven Flugzeugen nach Washington gereist, um Milliardenhilfen des Staates für ihr Überleben zu fordern. Beim zweiten Termin reisten sie angesichts der öffentlichen Empörung demonstrativ gemeinsam in einem Öko-Auto an.

Die Citigroup zählt weltweit zu den größten Opfern der Finanzkrise. Der Staat musste bisher mit einer Beteiligung in Höhe von 45 Milliarden Dollar einspringen und zudem durch weitere Garantien einen enormen Rettungsschirm über der Bank aufspannen.

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