Medienbericht:
“Spionageschiff der Deutschen kreuzt vor Küste Syriens”
Laut "Bild am Sonntag" gibt der BND die gewonnenen Erkenntnisse, etwa über militärische Einsätze der Assad-Armee, an US- und britische Partnerdienste weiter. Von dort aus gelangten auch Informationen an die Freie Syrische Armee, hieß es. Zudem seien BND-Agenten im türkischen NATO-Stützpunkt in Adana stationiert. Von dort aus hörten sie Telefonate und Funkverkehr aus Syrien ab. Daneben werde der informelle Kontakt zu Quellen im direkten Umfeld des Assad-Regimes gehalten.
"Kein westlicher Geheimdienst hat so gute Quellen in Syrien wie der BND", so ein US-Geheimdienstler. Laut "BamS" wird innerhalb des BND und der deutschen Bundesregierung die Rolle des Dienstes bei der internationalen Zusammenarbeit als große Auszeichnung wahrgenommen. "Wir können stolz darauf sein, welchen wichtigen Beitrag wir zum Sturz des Assad-Regimes leisten", erklärte ein BND-Mitarbeiter.
BND-Chef Gerhard Schindler hatte Mitte August ein baldiges Aus für die syrische Führung vorhergesagt: "Es gibt viele Anhaltspunkte dafür, dass die Endphase des Regimes begonnen hat." Die Strategie der Rebellen, "eine Art Guerillataktik", zermürbe außerdem zunehmend die Armee.
Deutsche Regierung bestätigt Einsatz im Mittelmeer
Das deutsche Verteidigungsministerium bestätigte den Einsatz eines Schiffs der deutschen Marine "in internationalen Gewässern im östlichen Mittelmeer" am Sonntag. Es sei "richtig, dass sich ein Schiff derzeit zu einem mehrmonatigen Einsatz in der Region befindet". In der Region sei das Flottendienstboot "Oker" unterwegs, das zu den "Frühwarn-, Fernmelde- und Aufklärungseinheiten" der Marine gehöre.
"Es handelt sich hier nicht um ein Spionageboot", sagte der Sprecher weiter. Auf die Frage nach einem Einsatz von Mitarbeitern oder geheimdienstlicher Technik des Bundesnachrichtendiensts antwortete er: "Zu operativen Einzelheiten des aktuellen Einsatzes werden grundsätzlich keine Auskünfte erteilt." Entsprechend äußerten sich auch Sprecher der Bundesregierung und des BND. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums befand sich die "Oker" am Sonntag im italienischen Hafen von Cagliari auf Sardinien.







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