Kein Podestplatz für den ÖSV
Hoffnung auf zumindest einen Podestplatz hatten sich an diesem elendslangen Renntag auch die Österreicher gemacht. Aber weder Baumann noch Raich erwischten eine wirklich optimale Abfahrt und am Ende fuhr Baumann von Platz zwölf mit sechstbester Slalomzeit noch auf Rang fünf vor. Damit ließ der unter Asthma leidende Baumann auch seinen arrivierten Landsmann Raich hinter sich. "Ich habe attackiert. Fünfter wird man nicht jeden Tag. Ich bin zufrieden mit dem Resultat", sagte Baumann, der die davor letzte Superkombi im vergangenen Februar - damals allerdings in Kombination mit einem Super-G - noch gewonnen hatte.
Matte Slalom-Leistung von Raich
Als Abfahrts-15. wusste Raich früh, dass er keine Chance auf einen Podestplatz oder gar den ersten Saisonsieg haben würde. Als er ins Ziel kam, war er bereits Zweiter hinter dem französischen Halleneuropameister und Slalom-Bestzeithalter Jean-Baptiste Grange aus Frankreich. Am Ende blieb dem Tiroler nach fünftbester Slalomzeit nur Rang sieben. "Ich habe den Rhythmus nicht gefunden. Es war zwar nicht ganz schlecht, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen", schüttelte der Pitztaler den Kopf.
Der junge Österreicher Joachim Puchner musste die Kombiabfahrt gleich zweimal absolvieren, weil vor ihm der Kanadier Louis-Pierre Helie schwer gestürzt war und landete letztlich auf Platz 20. "Ich habe nicht alles riskiert, ich hatte mit Nummer eins im Slalom eine super Piste. Ich wollte gut ins Ziel kommen, das ist gelungen", sagte der 22-jährige Salzburger.
Nur drei ÖSV-Läufer am Start
Mit Raich, Baumann und Puchner waren nach den Verletzungen von Max Franz und Rainer Schönfelder nur drei ÖSV-Fahrer an den Kombistart gegangen. Wohl ein Minusrekord im Weltcup. "Hätten wir rechtzeitig gewusst, dass es hier für die Abfahrtsspezialisten ein eigenes Training am Kombitag gibt, hätten wir vielleicht den einen oder anderen Jungen noch mitgenommen", meinte Herrenchef Toni Giger.
Marcel Hirscher oder Philipp Schörghofer waren für einen Kombistart in Beaver Creek nicht infrage gekommen, weil die beiden sich derzeit auf die technischen Disziplinen konzentrieren und erst am Sonntag im Riesentorlauf starten.
Endklassement der Super-Kombination:
Rang | Name | Nation | Abfahrt | Slalom | Endzeit |
1. | JANKA Carlo | SUI | 1:44.51 | 47.75 | 2:32.26 Min. |
2. | DEFAGO Didier | SUI | 1:44.19 | 48.50 | 2:32.69 |
3. | ZRNCIC-DIM Natko | CRO | 1:45.65 | 47.10 | 2:32.75 |
4. | GRANGE Jean-Baptiste | FRA | 1:46.09 | 46.74 | 2:32.83 |
5. | BAUMANN Romed | AUT | 1:45.53 | 47.39 | 2:32.92 |
6. | SVINDAL Aksel Lund | NOR | 1:45.35 | 47.61 | 2:32.96 |
7. | RAICH Benjamin | AUT | 1:45.66 | 47.38 | 2:33.04 |
8. | LIZEROUX Julien | FRA | 1:45.83 | 47.36 | 2:33.19 |
9. | MYHRE Lars Elton | NOR | 1:46.30 | 47.31 | 2:33.61 |
10. | VILETTA Sandro | SUI | 1:46.46 | 47.43 | 2:33.89 |
Weiters: | |||||
12. | HEEL Werner | ITA | 1:45.26 | 48.83 | 2:34.09 |
18. | CUCHE Didier | SUI | 1:44.44 | 50.83 | 2:35.27 |
20. | PUCHNER Joachim | AUT | 1:46.97 | 48.41 | 2:35.38 |
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.