Die Riesenschadenssumme hat sich seit vergangenem September angehäuft: Schließlich sind Arbeiter zu bezahlen, auch wenn sie gewaltsam an ihrer Tätigkeit gehindert werden. Gutachter mussten wieder abbestellt werden - und zerstörte Bauzäune kosten ebenfalls Geld. Neben den Schadenersatzforderungen werden die Augarten- Besetzer überdies wegen Besitzstörung geklagt. Eine Prozesslawine kommt ins Rollen.
Trotz dieser wenig erfreulichen Aussichten sind die Konzertsaal- Gegner unbelehrbar. Die Polizei hat sie zwar vom Bauplatz entfernt, aber sie kampieren nun einige Meter weiter - auf dem Gelände des Filmarchivs Austria. Und das ist der nächste Skandal, denn diese Institution erhält Subventionen aus Steuergeldern. Aber möglicherweise ist da auch "Rache" im Spiel, denn das Filmarchiv wollte auf dem Platz des Konzertkristalls ein Kino und ein Museum bauen, ist jedoch mit seinen Plänen abgeblitzt.
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung