Deutschland: 2007 hat Deutschland 34,5 Milliarden Kubikmeter Gas von Gazprom gekauft. Das entspricht 42 Prozent des Jahresverbrauchs und macht Deutschland zum größten Abnehmer von russischem Gas. Die größten Abnehmer sind in Deutschland E.ON und BASF.
Türkei: Die Türkei kaufte im selben Jahr 23,4 Milliarden Kubikmeter oder 67 Prozent ihres Jahresverbrauchs in Russland und verwies damit Italien auf Platz drei. Vor allem der Staatskonzern Botas importiert das Gas.
Italien: An Italien gingen 22 Milliarden Kubikmeter, was 28 Prozent des jährlichen Verbrauchs entspricht. Gazprom verkauft hier vor allem an den Energieriesen ENI, aber unter gesonderten Verträgen auch an andere Unternehmen.
Großbritannien: Noch vor fünf Jahren gehörte Großbritannien nicht zu den Exportzielen von Gazprom. 2007 verkaufte Gazprom aber schon 15,2 Milliarden Kubikmeter an Großbritannien - 16 Prozent des britischen Jahresbedarfs. Das Vertragswerk umfasst komplexe Tauschvereinbarungen, so dass in britischen Städten kaum jemals sibirisches Gas ankommt.
Frankreich: Frankreich hat es in den vergangenen Jahren vermieden, größere Mengen an russischem Gas zu importieren. Im Jahr 2007 kamen 10,1 Milliarden Kubikmeter oder 24 Prozent des jährlichen Gasverbrauchs der Franzosen aus Russland. Haupthandelspartner von Gazprom ist GDF Suez, aber auch kleinere Kunden werden beliefert.
Ungarn: Ungarn ist zu mehr als 60 Prozent von russischem Gas abhängig. Von seinem jährlichen Gesamtbedarf von 11,8 Milliarden Kubikmeter bezieht das Land 7,5 Milliarden Kubikmeter bei Gazprom.
Tschechien: Tschechien kaufte 2007 mit 7,2 Milliarden Kubikmeter absolut zwar weniger Gas in Russland ein, verlässt sich damit aber zu 80 Prozent auf Gazprom- Lieferungen.
Polen: Polen bezieht die Hälfte seines Jahresbedarfs in Russland.
Österreich: Der Import von 5,4 Milliarden Kubikmeter entspricht rund 60 Prozent des Bedarfs im Land.
Griechenland: Griechenland ist zu drei Vierteln von russischem Gas abhängig.
Slowakei, Bulgarien, Finnland: Diese Länder sind praktisch ganz auf die Lieferungen des russischen Monopolisten angewiesen.