US-Wahlkampf
‘Romnesia’: Obama wirft Kontrahenten Vergessen vor
Obama zählte bei seinem Auftritt vor zahlreichen Studenten der George-Mason-Universität mehrere Themen auf, bei denen Romney in den vergangenen Wochen angeblich seine Meinung geändert habe. "Wenn du einen Fall von 'Romnesia' hast, kannst du dich anscheinend nicht einmal an die Vorschläge erinnern, die immer noch auf deiner Internetseite stehen", sagte der Amtsinhaber. Das sei aber eine "kurierbare Krankheit" - man müsse am 6. November nur Obama wählen.
Nach "Romney Hood" die nächste Stichelei
Dabei handelte es sich nicht um das erste Wortspiel mit dem Namen des republikanischen Kandidaten. Bereits im August hatte der Amtsinhaber seinen Kontrahenten als "Romney Hood" bezeichnet, weil dieser mit seinen Steuerplänen die Armen um ihr Geld erleichtern und dieses den Reichen schenken wolle. "Das ist wie Robin Hood im Rückwärtsgang", meinte damals der Präsident.
Romney-Berater: "Brauchen keine Komödien"
Im Unterschied zu ihrem gemeinsamen Auftritt bei einem Wohltätigkeitsdinner, bei dem eher eine entspannte und humorvolle Atmosphäre geherrscht hatte (siehe Infobox), reagierte Romney auf die provozierenden Worte des Demokraten entsprechend scharf und warf seinem politischen Gegenüber "kleinkarierte Angriffe und dümmliche Wortspiele" vor. Danny Diaz, ein Wahlkampfberater Romneys, war ebenfalls nicht amüsiert und schrieb auf seiner Twitter-Seite: "Amerika braucht keine regelmäßigen Komödien, sondern vielmehr einen ernsthaften Plan für die Rettung der Wirtschaft."
Werbespot: Industriearbeiter danken Obama
Unterdessen macht das Wahlkampfmanagement von US-Präsident Obama dessen milliardenschweres Hilfsprogramm für die Autohersteller General Motors und Chrysler zum Thema. In dem heftig umkämpften Staat Ohio schaltete das Team Obamas am Freitag einen neuen Fernsehspot, der den damaligen Widerstand des republikanischen Herausforderers Romney gegen die Rettungsaktion thematisiert. So tauchen mehrere Arbeiter der Automobilindustrie in dem Clip auf und berichten, dass sie ihre Arbeitsplätze der Entscheidung Obamas verdanken, den beiden Großkonzernen 2009 Bundesdarlehen zu gewähren.
Romney hingegen hatte sich für einen strukturierten Konkurs ohne den Einsatz von Steuergeldern ausgesprochen. Hätte Obama damals nicht interveniert, wäre Ohio zusammengebrochen, sagt ein Arbeiter in dem Wahlwerbespot. Dieser endet mit dem Slogan: "Mitt Romney. Keiner von uns."







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