Will in Gerichtssaal
Pussy-Riot-Mitglied Maria Alechina tritt in Hungerstreik
Die Gerichtsanhörung in der Ural-Stadt Beresniki wurde nach Alechinas Ankündigung auf Donnerstag vertagt. Der Rest des Verfahrens findet vorerst ohne den Verteidiger der jungen Frau statt.
Alechinas Anwältin Irina Chrunowa sagte, sie könne nicht verstehen, warum das Gericht ihrer Mandantin die persönliche Teilnahme verboten habe. "Ihre Anwesenheit ist wichtig, damit sie ihre Standpunkte vertreten kann, was per Videoschaltung nicht sichergestellt ist", so Chrunowa. Bisher muss Alechina, die auf ihrer Unschuld beharrt, per Telefon aus dem Gefängnis heraus mit ihrer Verteidigerin kommunizieren und Eingaben per Fax einreichen.
Alechina war ebenso wie ihre Pussy-Riot-Bandkollegin Nadeschda Tolokonnikowa (Bild 2) im vergangenen August wegen einer Protestaktion gegen Präsident Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Jekaterina Samuzewitsch (Bild 3), ein weiteres Bandmitglied, erhielt eine Haftstrafe, die später auf Bewährung ausgesetzt wurde (siehe Infobox).
Weltweiter Aufschrei, Russland gespalten
Das Schicksal der drei Frauen erregte weltweites Aufsehen und führte zu unzähligen Solidaritätskundgebungen. Die russische Gesellschaft ist über Pussy Riot und ihre Aktionen tief gespalten. Die Punk-Band wurde zum Symbol des Protests gegen die Regierung von Präsident Putin, dem die Opposition Einschränkung der Bürgerfreiheiten vorwirft.







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