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Post stellt Werbung nur mehr zweimal pro Woche zu

03.02.2012, 21:12
Post stellt Werbung nur mehr zweimal pro Woche zu
Die Post wird ab Montag Werbesendungen nur mehr zwei Mal in der Woche pro Haushalt zustellen. Unadressierte Prospekte und Gratiszeitungen mit einer Auflage von über 30.000 Stück werden künftig in Wien, Salzburg und Graz von Hightech- Maschinen, sogenannten Collatoren, in einem gemeinsamen Umschlag gebündelt, der "zustellfertig" vom Briefträger übernommen wird. Die Zusteller fürchten nun einen Einkommensverlust durch Wegfall der Sortier- Prämie.

Die Post sieht sich für den Start gut gerüstet: "Die Werbesendungen sind schon für Montag sortiert worden", sagte Post- Sprecher Michael Homola am Freitag. Die Kunden hätten sich Ordnung in ihrem Briefkasten gewünscht, weshalb das neue System in Probebezirken getestet und "langsam hochgefahren" wurde. Briefe und Pakete sowie Tageszeitungen werden weiter täglich zugestellt.

Zusteller fallen um Prämie um

Die rund 9.000 betroffenen Zusteller sind von der neuen Maßnahme wenig begeistert. Derzeit erhalten sie nämlich für die Sortierung der Werbesendungen eine sogenannte Infopostprämie. Laut Post- Gewerkschafter Martin Palensky sei die Sortierung der Werbesendungen bis dato zur Hälfte in der Freizeit passiert. Für Februar soll die Prämie noch weitergezahlt werden, in den kommenden Wochen werde dann über Änderungen im Zustellsystem verhandelt.

Einsparungen beim Personal will die Gewerkschaft aber nicht hinnehmen: "Die Post hat zu wenige Zusteller. Es werden permanent Leute gesucht", betonte Palensky. Die Briefträger würden derzeit am Limit der Belastungsfähigkeit arbeiten. Die Post will wegen der Zeitersparnis von bis zu einer Stunde über eine Vergrößerung des Zustellgebiets für die einzelnen Briefträger verhandeln.

Unternehmen sind einverstanden

Die Handelsunternehmen haben sich offenbar mit dem Werbe- Kuvert angefreundet. "Wir sind dabei", betätigte etwa Spar- Pressesprecherin Nicole Berkmann. Im vergangenen September war die angekündigte Bündelung der Prospekte von den Konzernen noch skeptisch beäugt worden, weil dadurch keine taggenaue Zustellung mehr möglich ist.

AG/red
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