Vor Haus erschossen
Pakistan: Führende Reformerin bei Anschlag getötet
Khan (Bild 2) legte die Tat dem von England aus agierenden Chef der Vereinigten Volksbewegung MQM, Altaf Hussain, zur Last. Hussain habe öffentlich Mitglieder der Partei des populären Ex-Spitzensportlers bedroht. Die MQM reagierte empört auf die Vorwürfe und forderte Khan auf, sie zurückzunehmen.
Der MQM-Chef wird in Pakistan wegen Mordes gesucht. Kanada stuft seine Partei als Terrororganisation ein, was Khan entschieden zurückweist. Vor einigen Tagen hatte er eine Rede gehalten, die viele Pakistaner als Anstiftung zu Angriffen auf politische Rivalen interpretierten. Hussain erklärte, seine Worte seien aus dem Kontext gerissen worden.
Das südpakistanische Karachi ist die Hochburg der MQM. Bei der Parlamentswahl vor einer Woche gewann sie 18 der dort zu holenden 19 Sitze in der Nationalversammlung. Die Vergabe des 19. Sitzes stand noch aus - am Sonntag sollte die Abstimmung im betroffenen Wahlbezirk wiederholt werden, nachdem dort viele Stimmlokale am eigentlichen Wahltermin nicht geöffnet hatten.
150 Tote rund um Wahl
Im Vorfeld der Abstimmung war es zu zahlreichen Anschlägen gekommen. Etwa 150 Menschen wurden getötet. Stärkste Kraft wurde mit großem Abstand die Partei des ehemaligen Regierungschefs Nawaz Sharif. Khans Partei belegte Platz drei (siehe Infobox).







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