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Nummer drei der Al Kaida in Pakistan getötet

01.06.2010, 07:21
Nummer drei der Al Kaida in Pakistan getötet
Die Nummer drei des Terrornetzwerks Al Kaida ist bei einem US- Luftangriff in Pakistan getötet worden. Das meldeten übereinstimmend die USA und Al Kaida. Das Terrornetzwerk erklärte am Montag auf seiner Website, die Information bestätigend, Mustafa Abu al- Yazid sei zusammen mit seiner Frau, drei Töchtern, einem Enkel und anderen Personen getötet worden. Nähere Umstände wurden nicht genannt.

Der Tod Yazids, der auch unter den Namen Sheikh Said al- Masri und Abu Sayyed al- Masri bekannt war, wäre der wohl größte Erfolg der USA seit Beginn des Kampfes gegen die Al Kaida, die ihn als ihren Oberbefehlshaber in Afghanistan bezeichnete. In US- Regierungskreisen hieß es, der Ägypter sei innerhalb der vergangenen zwei Wochen bei einem Angriff mit einer Drohne in den Stammesgebieten im Grenzgebiet zu Afghanistan ums Leben gekommen. Die Region gilt als Rückzugsgebiet der Terroristen. Die USA greifen dort wiederholt Ziele mit unbemannten Drohnen an.

Bindeglied zwischen Bin Laden und Zawahiri

Nach Angaben des auf islamistische Webseiten spezialisierten IntelCenters leitete Yazid Operationen des Terrornetzwerkes in Pakistan und Afghanistan. Außerdem fungierte er als Bindeglied zwischen Al- Kaida- Chef Osama bin Laden und seinem Stellvertreter, dem Ägypter Ayman al- Zawahiri. Er sei für das Terrornetzwerk eine Schlüsselfigur gewesen.

Der geborene Ägypter war ein Gründungsmitglied des Netzwerks und lange Zeit der Schatzmeister für Bin Laden, mit dem er auch verschwägert war. Die US- Bundespolizei FBI geht davon aus, dass Yazid drei der Attentäter vom 11. September 2001 durch Geldtransfers über Dubai finanzierte. Yazid war in zahlreichen Al- Kaida- Videos zu sehen, seine letzte öffentliche Stellungnahme stammt laut SITE vom 4. Mai.

Drei Führungsmitglieder in sechs Monaten getötet

Yazid ist das ranghöchste Mitglied des Terrornetzwerkes, das während der Präsidentschaft von Barack Obama ums Leben gekommen ist. Sein Tod bedeutet US- Kreisen zufolge einen "schweren Schlag gegen das Terrornetzwerk Al Kaida", das bereits im Dezember zwei wichtige Figuren verloren hatte. Dennoch bleibe Al Kaida weiterhin "extrem gefährlich" und entschlossen, die USA zu treffen.

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