Das "High Resolution Imaging Science Experiment", die derzeit leistungsstärkste Kamera im Weltraum, liefert seit dem Jahr 2006 immer wieder spektakuläre Aufnahmen der Marsoberfläche.
Die "Bäume" verdutzten die Weltraumforscher der NASA zunächst. Es sieht tatsächlich so aus, als würden ein paar dürre Pappeln die Sanddünen auf dem unwirtlichen roten Planeten schmücken. Tatsächlich sind es kleine Sandlawinen, die HiRISE fotografiert hat.
"In der Winterzeit bedeckt eine Schicht 'Kohlendixoid- Eis' die Dünen. Wenn der Frühling kommt, wärmen die Sonnenstrahlen diese Schicht", schreibt die NASA auf ihrem Blog. Die Trockeneisschichten brechen und das feste CO2 verdunstet (sublimiert). Dabei entstehen kleine Sandlawinen, die die dunklen Striche auf den Dünen erzeugen, die aus der Vogelperspektive wie Bäume aussehen.
Auf dem Mars sind die Jahreszeiten unterschiedlich lange. Zudem gibt es wegen des unkreisförmigen Orbits des roten Planeten Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Süd- Hälfte von bis zu 30 Grad Celsius. Auf der Nordhalbkugel dauern der Frühling 199,6, der Sommer 181,7, der Herbst 145,6 und der Winter 160,1 irdische Tage. Der Umschwung von Winter auf Frühling beginnt im Dezember.