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"Monster-Hai" aus Wien gibt Forschern Rätsel auf

"Monster-Hai" aus Wien gibt Forschern Rätsel auf
Ein vom Tiergarten Schönbrunn dem Schauaquarium „Sea Star“ im bayrischen Coburg übergebener Hai gibt den Forschern Rätsel auf: Das rund 70 Zentimeter lange Hai- Weibchen kann laut Peter Faltermeier, dem zoologischen Direktor des Aquariums, in keine der bekannten 405 Haisorten eingruppiert werden. Das Tier würde hopsen, anstatt zu schwimmen, hätte im Vergleich zur Größe riesige Zähne und auch Haare!
Erst vor wenigen Wochen war der rund 70 Zentimeter lange Hai vom Zoo Schönbrunn in Wien in den bayrischen Tiergarten Coburg gebracht worden. Ekkehard Wolff, zoologischer Abteilungsleiter für Aquarien und Terrarien im Tiergarten Schönbrunn, zu Krone.at: "Wir haben den Hai als Ammenhai vom Tierschutzhaus in Krems bekommen. Dieses hatte das Tier aus einer privaten Hai- Haltung in Niederösterreich übernommen, die bei dem Hochwasser zerstört worden war. Da wir den Hai in einem Becken gehalten haben und ihn nur von oben beobachten konnten, hatten wir keinen Grund anzunehmen, dass es sich bei dem Tier nicht um einen Ammenhai handeln könnte."
 
Da der noch recht junge Hai eine Größe von rund drei Metern erreicht, war man im Tiergarten Schönbrunn gezwungen, eine adäquate Unterbringungen für das Tier zu suchen, weil man in Wien nicht auf dessen Haltung eingestellt sei. Das habe man nach rund zwei Jahren Suche im Schauaquarium in Coburg gefunden, so Wolff.
 
Weicht vom üblichen Bild eines Haies ab
Also wurde der Hai am 11. August dieses Jahres nach Coburg transportiert. Da die bayrischen Hai- Experten dort die Möglichkeit hatten, das Tier von allen Seiten zu begutachten, fielen schnell Ungewöhnlichkeiten auf. "Auf den ersten Blick könnte man das Weibchen in die Gruppe der Ammenhaie einordnen", sagte Faltermeier, der unlängst ein Fachbuch über Haie geschrieben hat. Irritierend seien jedoch die feststehenden Augen, die im Vergleich zur Größe riesigen Zähne sowie die Körperbehaarung. Weiterhin sei auffällig, dass das Hai- Weibchen nicht schwimmen könne, sondern nur hopsen, und die Flossen wegklappen könne wie ein Wal.
 
Niemand kann das Weibchen bestimmen
"Wir haben ein Foto mit den Beschreibungen der Besonderheiten an Hai- Experten auf der ganzen Welt geschickt", berichtete Faltermeier. Keiner hätte das Weibchen bisher bestimmen können. In den nächsten Wochen soll der unbekannte Hai geröntgt und von mehreren führenden Wissenschaftlern aus Deutschland untersucht werden. Dann werde sich entscheiden, ob das Hai- Weibchen aus Wien die 406. Haiart auf der Welt ist.
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