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Loeb sichert sich fünften Rallye-Weltmeistertitel

03.11.2008, 11:17
Loeb sichert sich fünften Rallye-Weltmeistertitel
In der früheren Olympia- Stadt Sapporo ist Sebastien Loeb in den Rallye- Olymp aufgestiegen. Der französische Ausnahme- Pilot fixierte am Sonntag bei der Japan- Rallye vorzeitig seinen fünften Titelgewinn in Serie und avancierte damit zum Rekord- Weltmeister. Dem 34- Jährigen und seinem Partner Daniel Elena reichte im Citroen C4 ein dritter Platz, um die Wertung vor dem Saisonfinale in Großbritannien uneinholbar vor dem finnischen Japan- Sieger Mikko Hirvonen anzuführen.

Loeb übertraf die vierfachen Champions, die Finnen Juha Kankkunen (1986, 1987, 1991, 1993) und Tommy Mäkinen (1996- 1999) und stellte damit im WM- Automobilsport auch die Bestmarke von Michael Schumacher ein, der zwischen 2000 und 2004 fünfmal in Serie den Titel in der Formel 1 geholt hatte. Der in Basel lebende Elsässer hält bei der Rekordzahl von 46 Siegen in 112 bestrittenen WM- Läufen und könnte mit einem Sieg in Großbritannien die von ihm selbst gehaltene Bestmarke an Saisonsiegen auf elf schrauben.

Rennen im strömenden Regen

"Es ist unglaublich. Das ist ein großer Moment. Es ist perfekt, ich bin erleichtert", meinte Loeb nach der Zielankunft in der nordjapanischen Stadt. "Aber es war eine schreckliche Rallye." Er sei es gewohnt, auf Sieg zu fahren, "nicht auf Platz". Im strömenden Regen war es nicht leicht, die Kontrolle zu behalten. Wenige hundert Meter vor dem Ziel geriet seine vorzeitige Titelverteidigung kurz in Gefahr, als er sich mit seinem Citroen C4 drehte. "Ich fuhr mit 50 km/h geradeaus und plötzlich ging es 'bang', ich hatte keine Chance", sagte Loeb. "Wir mussten umdrehen, das Wasser war überall."

"Das ist es, es ist vorbei"

Den Sieg, seinen dritten der Saison, sicherte sich Loebs schärfster Rivale Mikko Hirvonen. Doch dem finnischen Ford- Piloten nutzte die Wiederholung seines Vorjahreserfolgs nichts. Im Saisonfinale Anfang Dezember kann er den zehn Punkte voranliegenden Loeb zwar einholen, die höhere Gesamtzahl an Siegen spricht aber für den Franzosen. "Das ist es, es ist vorbei", sagte der Finne, der seinen Landsmann und Ford- Focus- Markenkollegen Jari- Matti Latvala in Japan auf Platz zwei verwies. "Loeb hat zehn WM- Läufe gewonnen, er hat den Titel verdient", meinte Hirvonen. "Ich habe alles getan, was ich konnte. Wir versuchen es nächstes Jahr wieder."

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