ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon sagte, die SPÖ kehre eindeutig zurück in die Vergangenheit. Der Umgang Faymanns mit den Medien und "seine Anbiederung an die Kronen Zeitung" erinnere an den Stil von Viktor Klima, "ferngesteuert und ohne Inhalte". Damit verkaufe Faymann die Seele der Sozialdemokratie. Der SPÖ- Spitze gehe es um Selbstinszenierung. Der Rückgriff auf uralte Positionen zeige, dass die SPÖ nicht imstande sei, in die Zukunft zu blicken und sich auf neue Wege einzulassen.
Der Grüne Parteisekretär Lothar Lockl stieß sich an der Faymann- Aussage, nicht mit dieser Strache- FPÖ zu kooperieren. Dies könnte bedeuten, mit einer leicht veränderten Strache- FPÖ gehe die SPÖ schon in eine Koalition. "Das ist keine Distanzierung, sondern ein Offenhalten der rot- blauen Option." Eine "Frotzelei" sei es, mit der Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren ein bereits gebrochenes Wahlversprechen wiederum an die Spitze des neuen Wahlmanifests zu stellen.
FPÖ-Chef Heinz- Christian Strache erklärte, mit der Forderung nach einer Steuerreform 2009 habe Faymann schon ein erstes Wahlversprechen gegeben, an dem er im Fall einer Regierungsbeteiligung zu messen sein werde. Völlig unglaubwürdig sei Faymann auch mit seinem Bekenntnis zu Volksabstimmungen bei "größeren EU- Vertragsänderungen". Die SPÖ wolle dann offenbar bestimmen, was größere Änderungen seien.
BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz wiederum meinte, die Faymann- Liste sei das "alte Gusenbauer- Gruselkabinett". Das alte Umfallerteam stehe dafür, dass die SPÖ auch weiterhin die "Menschen belügt und betrügt".