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Grassers Capri-olen spalten die Nation

Grassers Capri-olen spalten die Nation
Selten hat man so viel über Karl- Heinz Grasser gesprochen wie jetzt, wo seine "Capri- olen" mit Kristallerbin Fiona Swarovski in aller Munde sind. Doch darüber, ob diese Popularität der Glaubwürdigkeit des Finanzministers schaden oder nützen, sind die Österreicher uneins: Fifty- Fifty ist das Ergebnis einer Online- Umfrage von Krone.at.

Meinungsforscher sehen die Lage für Grasser etwas schwärzer. Die "Marke" Karl- Heinz Grasser ist nach den internationalen Berichten rund um die Liaison des Ressortchefs mit Fiona Swarovski weiter beschädigt worden, sagte etwa OGM- Chef Wolfgang Bachmayer. Gerade die Rolle eines seriösen Finanzministers passe "nur sehr schwer mit einem hormongesteuerten Jet- Set- Leben zusammen". Eigentlich sei der Minister "derzeit nur beschränkt amtsfähig".

Auch für Meinungsforscherin Sophie Karmasin droht Grassers Stern zu sinken: "Ich sehe das nicht förderlich, sondern problematisch, wenn Grasser mehr als Privatperson im Vordergrund steht, als als Finanzminister."

Finanzminister mit Gefühlen

Grasser selbst sieht keine Probleme. Er sei "mit vollem Einsatz und voller Energie Finanzminister". Dass über einen "in Europa vergleichsweise unbedeutenden Finanzminister" solche Diskussionen entstehen, verstehe er gar nicht. Abgesehen davon sei er 36, nicht verheiratet und ein Mensch mit Gefühlen wie jeder andere auch; und die solle man auch ihm zugestehen.

Zuerst war alles ganz harmlos...
Fiona erzählte gegenüber der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera", dass sie ihren Karl- Heinz schon vor dreieinhalb Jahren kennen gelernt hat. "Schon damals habe ich gewusst, dass etwas passieren könnte." Dann ist außer ein paar Treffen nichts passiert. Essengehen, hin und wieder ein Treffen. "An dem besagten Wochenende in Paris haben wir uns überhaupt zum ersten Mal allein getroffen. Da hat richtig der Blitz eingeschlagen!" Als die Fotos von dem geheimen Treffen durch die Medien gingen, habe sie sich sehr schlecht gefühlt. Schuldig, sagt Fiona. Letztlich sieht sie es aber als "Sieg der Liebe".

Läuten bald die Hochzeitsglocken?

Fiona Swarovski hat gegenüber dem "Corriere" erklärt, sie schließt Hochzeit und Kinder mit Grasser nicht aus. Obwohl sie sich ein bisschen Sorgen macht, weil Grasser vier Jahre jünger ist als sie (sie ist 40). "Ich versuche, nicht daran zu denken." Sie vertraut ihrem Karl- Heinz, und selbst sei sie auch eine treue Seele, auch wenn kürzlich ein Party- Foto mit Flavio Briatore aufgetaucht ist, mit dem Untertitel 'Fiona tanzt die Nächte durch'. "Ich bin zwar unkonventionell, ein wildes Pferd, eine Zigeunerin. Aber ich tanze nicht von einer Party zur nächsten!"

Wirft Grasser das Handtuch?
Es wird gemunkelt, dass der Finanzminister noch vor dem Sommer das Handtuch wirft: Wird er Chef der Casinos Austria (mit einer Jahresgage von 900.000 €)? Oder Investmentbanker in New York? Es bleibt spannend, auch wenn das Ministerium verlautbarte: "Die Gerüchte sind falsch, Karl- Heinz Grasser ist und bleibt im Amt". Und auch Grasser bemühte sich, die Gerüchte ins Reich der Fabel zu schicken.

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